„Größtes Hobby ist die Familie“

Vorarlberg / 22.11.2015 • 19:21 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Kurt Amann: „Schade, dass Dialekte zunehmend verloren gehen“.
Kurt Amann: „Schade, dass Dialekte zunehmend verloren gehen“.

Drei Töchter, zwei Söhne und zehn Enkelkinder – Reisen in die ganze Welt – Wanderungen und Jassen.

Hard. (ee) „Ich habe eine große Familie, da gibt es immer genug zu tun. Meine Familie ist zugleich auch mein größtes Hobby“, bekräftigt Kurt Amann (74). Der frühere Textilkaufmann mit einer Meisterprüfung als Stickermeister war von 1965 bis 2002 Stickereifabrikant mit einem eigenen Betrieb in Hard und 33 Jahre Raiffeisenfunktionär, davon 21 Jahre als Aufsichtsratsvorsitzender der Raiff­eisenlandesbank Vorarlberg. Aufgrund der Altersklausel legte er 2010 dort alle seine Funktionen zurück.

Radfahren und Wandern

Neben seiner Familie bleibt Kurt Amann noch Zeit für Bergwandern, Wassersport, Jassen und Radfahren. Dazu kommen noch zahlreiche Reisen. Vor einigen Wochen war er anlässlich seiner goldenen Hochzeit auf einer Mittelmeerkreuzfahrt. Weitere Reiseziele waren eine Kanalfahrt in Frankreich sowie Spanien. Dazu kommen entfernte Destinationen wie Patagonien, Feuerland, Usbekistan, Tadschikistan und der Iran, ebenso wie Bhutan, Madagaskar, Island und Grönland. Kurt Amann: „Ein ständiger Reisebegleiter ist Karl Waltle, der frühere Chef der Raiffeisenlandesbank, mit dabei sind regelmäßig auch ÖOC-Generalsekretär Peter Mennel, der Käsehersteller Josef Rupp und der frühere Landesgendarmeriechef Manfred Bliem.“ Mitglied ist Kurt Amann noch im Motorbootclub und bei den Harder Stockschützen. Montag und Donnerstag trifft er sich regelmäßig auf dem Pfänder mit Kollegen.

Mit großem Interesse verfolgt er auch noch die Politik und die Wirtschaft im Allgemeinen und die Entwicklung bei Raiffeisen im Besonderen, auch in Wien. Obwohl generell ein Optimist, ist Amann, was die aktuelle Entwicklung betrifft, „nicht sehr zuversichtlich“. Außerdem bedauert er, dass die heimischen Dialekte zunehmend verloren gehen.

Aufgrund seiner Verdienste und seines Einsatzes in der Raiffeisen-Landesbank und der Raiffeisen Bankengruppe Vorarlberg erhielt Kurt Amann das Raiffeisen-Ehrenzeichen in Gold verliehen. Für seine aktive Mitarbeit im Raiffeisenverband, im Länderkuratorium der RZB und in der Raiffeisenorganisation erhielt Amann die Raiffeisen-Nadel in Gold, die höchste Auszeichnung, die nur sehr selten verliehen wird. Eine Landesauszeichnung hat Amann nie erhalten. „Wahrscheinlich war ich manchmal zu unbequem“, meint er dazu abschließend.

Zur Person

Kurt Amann

Geboren: 1941 in Bregenz

Ausbildung: Handelsschule Lustenau, Textilschule Dornbirn

Beruflicher Werdegang: 1957 bis 1960 Bankbeamter (ÖCI Lustenau), 1965 bis 2002 Stickereibetrieb

Raiffeisen Funktionen: Funktionär der Raiba Hard, Aufsichtsratsvorsitzender der Raiba Hard-Lauterach, 1982 Funktionär der RLB Vorarlberg, 1989 Aufsichtsratsvorsitzender der RLB Vorarlberg bis 2010.