Egger fordert „Anstand“ und Rücktritt Amanns

Vorarlberg / 23.11.2015 • 19:54 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
In den Bludenzer Gemäuern ging nicht alles rechtens zu. Foto: Stadt
In den Bludenzer Gemäuern ging nicht alles rechtens zu. Foto: Stadt

Bludenzer Vize Mario Leiter stellt Rücktritt Katzenmayers in den Raum.

Bludenz, Hohenems. (VN-sas, mip) Für den Bludenzer Bürgermeister Mandi Katzenmayer (64, ÖVP) kommt die Entscheidung des Verfassungsgerichtshofes wenig überraschend: „Ich habe damit gerechnet.“ Der Neuwahl werde er sich auf jeden Fall stellen, an einen Rücktritt habe er nie gedacht. „Ich habe immer gesagt, dass ich für die nächsten fünf Jahre antrete – das ist auch jetzt noch so“, betont er. Vizebürgermeister Mario Leiter (50, SPÖ): „Mandi Katzenmayer hat zwei Möglichkeiten. Variante 1: Er übernimmt als Leiter der Wahlbehörde Verantwortung und tritt nicht mehr an – das würde Bludenz vielleichtgut tun. Variante 2: Er tritt an.“ Geht es nach Leiter, so würde die neue Wahl noch vor Weihnachten und ohne Wahlkampf über die Bühne gehen: „Alles andere würde nur viel Geld kosten.“ Auch Katzenmayer will, dass die Wahl schnellstmöglich stattfindet. Leiters Anwalt Anton Tschann fühlt sich in seiner Arbeit bestätigt: „Der Aufwand war enorm – aber erfreulicherweise hat er sich gelohnt. Der Sukkus des VfgH ist eindeutig.“

In Hohenems weht ein etwas rauerer Wind: „Wenn Richard Amann nur einen Funken Anstand hätte, wie er immer plakatiert hat, wüsste er, was zu tun ist, und würde zurücktreten“, sagt Dieter Egger (46, FPÖ). Er will die Wahl so rasch wie möglich hinter sich bringen, „Personen und Argumente sind bekannt“. Sein Wort gelte nach wie vor: „Sollte ich Bürgermeister werden, werde ich Klubführung und Parteiführung abgeben und mich auf Hohenems konzentrieren.“ Mit Bernhard Amann als Vize würde er „kein Problem“ haben. Bürgermeister Richard Amann (59, ÖVP) nimmt „die Entscheidung mit Bedauern auf und muss sie zur Kenntnis nehmen“. Auch Amann wolle sich der Wahlwiederholung stellen.

Auch in Ems kam es zu rechtswidrigen Unregelmäßigkeiten.  Foto: vol
Auch in Ems kam es zu rechtswidrigen Unregelmäßigkeiten. Foto: vol