Konsequenzen für den Dornbirner Schlachthof

Vorarlberg / 23.11.2015 • 22:09 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Stadt Dornbirn wird Tierschutz-Obmann um Untersuchung vor Ort ersuchen.

Dornbirn. Die Stadt Dornbirn reagiert auf die Vorwürfe, im städtischen Schlachthof gebe es Verstöße gegen den Tierschutz.

Die Abläufe und Maßnahmen von der Anlieferung über die Betäubung, Schlachtung und Verwertung sind gesetzlich klar geregelt. Die Schlachtung erfolgt unter Einhaltung dieser Regelungen, wobei der Tierschutz von einem Tierschutzbeauftragten im Schlachthof laufend überwacht wird. Zusätzlich sind bei den Schlachtungen Tierärzte vor Ort. Die kürzlich publizierten Videoaufnahmen zeigen in erster Linie Einzelfälle.

Für die Stadt sind diese Anlass, noch mehr Augenmerk auf einen möglichst tierschonenden Ablauf zu legen. Bürgermeisterin Andrea Kaufmann: „Die Videoaufnahmen sind bewegend. Ich habe veranlasst, den Tierschutz-Obmann Pius Fink zur Begutachtung der Schlachtungen in Dornbirn einzuladen. Sollte es Missstände geben, werden diese sofort abgestellt.“ Dass dem Tierschutz besonderes Augenmerk geschenkt wird, zeigen die in den vergangenen Monaten und Jahren erfolgten Zertifizierungen des Schlachthofs.

Auch für Landwirtschaftsstadtrat Josef Moosbrugger sind die Bilder erschreckend: „Der Tierschutz hat im Dornbirner Schlachthof einen hohen Stellenwert. Grundsätzlich müssen wir darauf vertrauen, das die Mitarbeiter die in den Schulungen vermittelten Maßnahmen korrekt anwenden. Wir werden auf jeden Fall umgehend Nachschulungen veranlassen.“