Städte fühlen sich mit Roma im Stich gelassen

Vorarlberg / 23.11.2015 • 20:07 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

dornbirn. Die Unterstützung der Städte bei der Bewältigung der Situation mit den Roma-Familien durch das Land sei nach wie vor unbefriedigend, kritisiert die Dornbirner Bürgermeisterin Andrea Kaufmann. Angesichts des Wintereinbruchs und der tiefen Temperaturen habe sich die Problematik zugespitzt. „Trotz intensiver Informationsarbeit und Rückkehrangeboten sind nach wie vor Roma-Familien in Vorarlberg. Als Stadt haben wir alle Möglichkeiten ausgeschöpft, den Menschen Hilfsangebote in ihrer Heimat zu vermitteln. Seitens des Landes gab es dazu wenig Unterstützung“, moniert Kaufmann und fordert ein gemeinsames Vorgehen.

Jene Roma, die sich entschlossen haben, hier zu bleiben, würden dies auf eigene Verantwortung und freiwillig tun. Die Stadt sei weder in der Lage noch bereit, Unterkünfte zur Verfügung zu stellen. „Die Hilfe zur Selbsthilfe ist das Gebot der Stunde“, stellt auch Sozialstadträtin Marie-Louise Hinterauer klar. Es gelte, die Menschen in ihrer Heimat zu befähigen, sich selbst zu helfen.