2016 gilt als neues Jahr mit Herausforderungen

Vorarlberg / 30.12.2015 • 19:55 Uhr / 7 Minuten Lesezeit
Freuen sich auf die bevorstehende Silvesternacht: Jacquelin aus Dornbirn (l.) und Angela aus Lustenau. Fotos: VN/Steurer, VN
Freuen sich auf die bevorstehende Silvesternacht: Jacquelin aus Dornbirn (l.) und Angela aus Lustenau. Fotos: VN/Steurer, VN

Was erwarten Sie von 2016? Die VN fragten bei namhaften Persönlichkeiten nach.

Schwarzach. (VN-tw) Große Herausforderungen müssen mit entsprechend großem Optimismus in Angriff genommen werden. So könnte der Blick vieler Vorarlberger ins bevorstehende neue Jahr umschrieben werden.

Neben dem Flüchtlingsthema werden auch wirtschaftliche Entwicklungen in und außerhalb des Landes im vor der Tür stehenden neuen Jahr ganz im Mittelpunkt stehen. Es dürfte nicht einfach werden, das Jahr 2016, das zieht sich wie ein roter Faden durch Antworten von Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und dem öffentlichen Leben. Aber gesellschaftspolitische Umbrüche oder Herausforderungen, die das Zuwandern von Flüchtlingen mit sich bringt, können naturgemäß auch ungemein große Chancen bieten. Da zählen Qualitäten wie beispielsweise das vorarlbergerische Motto „Nit lugg lo“ gleich doppelt.

Manfred Rein, 67 
            
              Wirtschaftskammer-Präsident
            Damit wir auch im neuen Jahr auf der Erfolgsspur bleiben, muss unsere Energie in die Gestaltung der Zukunft fließen. Für das neue Jahr erwarte ich mir, dass die österreichische Bundesregierung mit Weitblick und Hausverstand die entscheidenden Weichen stellt. Mehr Freiraum für Unternehmen ist eine der Voraussetzungen.

Manfred Rein, 67

Wirtschaftskammer-Präsident

Damit wir auch im neuen Jahr auf der Erfolgsspur bleiben, muss unsere Energie in die Gestaltung der Zukunft fließen. Für das neue Jahr erwarte ich mir, dass die österreichische Bundesregierung mit Weitblick und Hausverstand die entscheidenden Weichen stellt. Mehr Freiraum für Unternehmen ist eine der Voraussetzungen.

Peter Mennel, 54 
            
              Vindex – Schutz und Asyl
            „Flüchtlingskrise“ war 2015 ein prägendes Wort. Die chinesischen Wörter Krise und Chance beinhalten beide das Zeichen „Gelegenheit“. Ich wünsche mir für 2016, dass weiterhin so viele Menschen die Flüchtlingszuwanderung als Gelegenheit ergreifen, durch mitfühlendes und solidarisches Handeln Antworten auf Angst und Egoismus zu geben.

Peter Mennel, 54

Vindex – Schutz und Asyl

„Flüchtlingskrise“ war 2015 ein prägendes Wort. Die chinesischen Wörter Krise und Chance beinhalten beide das Zeichen „Gelegenheit“. Ich wünsche mir für 2016, dass weiterhin so viele Menschen die Flüchtlingszuwanderung als Gelegenheit ergreifen, durch mitfühlendes und solidarisches Handeln Antworten auf Angst und Egoismus zu geben.

Sabine Scheffknecht, 37 
            
              Landessprecherin
            Ich wünsche mir für Vorarlberg, dass das Jahr 2016 von gleich viel Solidarität, Hilfsbereitschaft und Offenheit geprägt ist wie 2015. Nur so wird es möglich sein, die Herausforderungen zu meistern. Persönlich wünsche ich mir und vor allem für unsere Kinder, dass es in der Politik wieder mehr um die Sache geht.

Sabine Scheffknecht, 37

Landessprecherin

Ich wünsche mir für Vorarlberg, dass das Jahr 2016 von gleich viel Solidarität, Hilfsbereitschaft und Offenheit geprägt ist wie 2015. Nur so wird es möglich sein, die Herausforderungen zu meistern. Persönlich wünsche ich mir und vor allem für unsere Kinder, dass es in der Politik wieder mehr um die Sache geht.

Michael Ritsch, 47 
            
              Klubobmann
            Das neue Jahr beginnt für viele Vorarlberger leider so, wie das alte geendet hat:mit überteuerten Mieten, zu wenig und zu teuren Kinderbetreuungsplätzen und zu niedrigen Einkommen.Daneben gilt es, den Kriegsflüchtlingen zu helfen. Die Frage ist nicht ob, sondern wie die Herausforderungen der Zukunft gelöst werden.

Michael Ritsch, 47

Klubobmann

Das neue Jahr beginnt für viele Vorarlberger leider so, wie das alte geendet hat:

mit überteuerten Mieten, zu wenig und zu teuren Kinderbetreuungsplätzen und zu niedrigen Einkommen.

Daneben gilt es, den Kriegsflüchtlingen zu helfen. Die Frage ist nicht ob, sondern wie die Herausforderungen der Zukunft gelöst werden.

Benno Elbs, 55 
            
              Bischof, Diözese Feldkirch
            Gott wird nicht müde, die Tür seines Herzens offen zu halten: Ich wünsche mir, dass im Jahr der Barmherzigkeit Menschen diese spirituelle Erfahrung geschenkt ist. Sie führt zu Wertschätzung und Versöhnung in unseren Beziehungen und auch in der Begegnung mit Hilfesuchenden. So ist unser Weg im neuen Jahr gesegnet.

Benno Elbs, 55

Bischof, Diözese Feldkirch

Gott wird nicht müde, die Tür seines Herzens offen zu halten: Ich wünsche mir, dass im Jahr der Barmherzigkeit Menschen diese spirituelle Erfahrung geschenkt ist. Sie führt zu Wertschätzung und Versöhnung in unseren Beziehungen und auch in der Begegnung mit Hilfesuchenden. So ist unser Weg im neuen Jahr gesegnet.

Dieter Egger, 46 
            
              Klubobmann
            Für Vorarlberg und meine Heimatstadt wünsche ich mir, dass es gelingt, die Zukunft offensiv zu gestalten und den sozialen Frieden zu sichern. Es ist unsere Verantwortung, unseren Kindern eine sichere und schöne Heimat bieten zu können. Für meine Familie wünsche ich mir vor allem Gesundheit und Zufriedenheit.

Dieter Egger, 46

Klubobmann

Für Vorarlberg und meine Heimatstadt wünsche ich mir, dass es gelingt, die Zukunft offensiv zu gestalten und den sozialen Frieden zu sichern. Es ist unsere Verantwortung, unseren Kindern eine sichere und schöne Heimat bieten zu können. Für meine Familie wünsche ich mir vor allem Gesundheit und Zufriedenheit.

Johannes Rauch, 56 
            
              Landesrat
            Wichtig 2016? Dasselbe wie schon mein ganzes Leben: dass Solidarität, Menschenrechte und Gemeinsinn für alle nicht noch mehr verloren gehen und die Einsicht Platz greift, dass Natur und Landschaft mindestens so wertvoll sind wie alles Geld. Darüber hinaus: weder Hoffnung noch Humor verlieren, und nicht in Zorn verfallen.

Johannes Rauch, 56

Landesrat

Wichtig 2016? Dasselbe wie schon mein ganzes Leben: dass Solidarität, Menschenrechte und Gemeinsinn für alle nicht noch mehr verloren gehen und die Einsicht Platz greift, dass Natur und Landschaft mindestens so wertvoll sind wie alles Geld. Darüber hinaus: weder Hoffnung noch Humor verlieren, und nicht in Zorn verfallen.

Markus Wallner, 48 
            
              Landeshauptmann
            Besonders wichtig ist, dass wir im aktuell schwierigen Umfeld in Vorarlberg einen klaren Kurs halten können. Dafür werde ich mich mit aller Kraft einsetzen, weil sich nur auf diese Art und Weise der erfolgreiche Weg des Landes fortsetzen lässt. Persönlich wünsche ich mir für 2016 Gesundheit für meine Familie.

Markus Wallner, 48

Landeshauptmann

Besonders wichtig ist, dass wir im aktuell schwierigen Umfeld in Vorarlberg einen klaren Kurs halten können. Dafür werde ich mich mit aller Kraft einsetzen, weil sich nur auf diese Art und Weise der erfolgreiche Weg des Landes fortsetzen lässt. Persönlich wünsche ich mir für 2016 Gesundheit für meine Familie.

Ulrike Willam-Kinz, 54 
            
              Verein der Vorarlberger in Wien
            In vielen Bereichen, vom Sport über Soziales bis zur Umwelt und Kultur, erlebe ich, wie bedeutend das Engagement Ehrenamtlicher für das Miteinander in Vorarlberg ist. Eine wichtige Aufgabe sehe ich darin, diesen Menschen weiterhin so viel Anerkennung zu geben und sie in ihrem Tun zu bestärken und zu unterstützen.

Ulrike Willam-Kinz, 54

Verein der Vorarlberger in Wien

In vielen Bereichen, vom Sport über Soziales bis zur Umwelt und Kultur, erlebe ich, wie bedeutend das Engagement Ehrenamtlicher für das Miteinander in Vorarlberg ist. Eine wichtige Aufgabe sehe ich darin, diesen Menschen weiterhin so viel Anerkennung zu geben und sie in ihrem Tun zu bestärken und zu unterstützen.

Gabi Fleisch, 56
            
              Kabarettistin
            Ich würde mir wünschen, dass sich die Vorarlberger wieder mehr ihrer Muttersprache erinnern. Wir dürfen stolz darauf sein. Wohin man schaut – Anglizismen. Ein amerikanischer Freund fand es sehr „komisch“, dass es in unserer Heimat nur so von seiner Sprache wimmelt. Dafür habe ich mich geschämt.Ich bin wohl zu wenig cool.

Gabi Fleisch, 56

Kabarettistin

Ich würde mir wünschen, dass sich die Vorarlberger wieder mehr ihrer Muttersprache erinnern. Wir dürfen stolz darauf sein. Wohin man schaut – Anglizismen. Ein amerikanischer Freund fand es sehr „komisch“, dass es in unserer Heimat nur so von seiner Sprache wimmelt. Dafür habe ich mich geschämt.

Ich bin wohl zu wenig cool.

Patrick Ortlieb, 48
            
              Hotelier, Skiverbandspräsident
            Privat wünsche ich mir das vielleicht banalste, nämlich Gesundheit. Als Unternehmer vor allem ein stabiles wirtschaftliches und politisches Umfeld. Damit die Arbeit weiter Freude macht und nicht nur für den Staat gearbeitet wird. Sportlich will ich einfach keine weitere Verletztenmeldung, das tut schon richtig weh.

Patrick Ortlieb, 48

Hotelier, Skiverbandspräsident

Privat wünsche ich mir das vielleicht banalste, nämlich Gesundheit. Als Unternehmer vor allem ein stabiles wirtschaftliches und politisches Umfeld. Damit die Arbeit weiter Freude macht und nicht nur für den Staat gearbeitet wird. Sportlich will ich einfach keine weitere Verletztenmeldung, das tut schon richtig weh.

Hans-Peter Ludescher, 54 
            
              Landespolizeidirektor
            Mir liegen die Gesundheit und das Wohlergehen meiner Kollegenschaft sehr am Herzen. Ich wünsche mir, dass sie auch 2016 nach ihren oft sehr herausfordernden und gefährlichen Einsätzen unversehrt nach Hause kommen. An die Herausforderungen im neuen Jahr werden wir mit Professionalität und Bürgernähe herangehen.

Hans-Peter Ludescher, 54

Landespolizeidirektor

Mir liegen die Gesundheit und das Wohlergehen meiner Kollegenschaft sehr am Herzen. Ich wünsche mir, dass sie auch 2016 nach ihren oft sehr herausfordernden und gefährlichen Einsätzen unversehrt nach Hause kommen. An die Herausforderungen im neuen Jahr werden wir mit Professionalität und Bürgernähe herangehen.

Herwig Bauer, 42 
            
              Poolbar-Geschäftsführer
            Wir brauchen einen kräftigen allgemeinen Schub Selbstvertrauen, nicht zu verwechseln mit Selbstgefälligkeit. Das könnte dazu führen, dass anderen mit weniger Arroganz und Missgunst und umso mehr Respekt begegnet wird. Offenheit für mehr gelebte Solidarität würde das (Zusammen) Leben ungemein verbessern.

Herwig Bauer, 42

Poolbar-Geschäftsführer

Wir brauchen einen kräftigen allgemeinen Schub Selbstvertrauen, nicht zu verwechseln mit Selbstgefälligkeit. Das könnte dazu führen, dass anderen mit weniger Arroganz und Missgunst und umso mehr Respekt begegnet wird. Offenheit für mehr gelebte Solidarität würde das (Zusammen) Leben ungemein verbessern.

Susanne Moll, 28 
            
              Polizistin, Ex-Snowboarderin
            Als Wintersportlerin wünsche ich mir vor allem Schnee (lacht). Was Snowboardcross betrifft, so hoffe ich, dass die nationalen Verbände hinkünftig mehr dahinter stehen. Durch meinen Rücktritt vom Sport genieße ich es, nicht immer nur in Trainingseinheiten denken zu müssen. Ich will Dinge mit Spaß und Freude tun.

Susanne Moll, 28

Polizistin, Ex-Snowboarderin

Als Wintersportlerin wünsche ich mir vor allem Schnee (lacht). Was Snowboardcross betrifft, so hoffe ich, dass die nationalen Verbände hinkünftig mehr dahinter stehen. Durch meinen Rücktritt vom Sport genieße ich es, nicht immer nur in Trainingseinheiten denken zu müssen. Ich will Dinge mit Spaß und Freude tun.

Martin Ohneberg, 44 
            
              Präsident IV Vorarlberg
            Ich wünsche mir für Vorarlberg einen Schulterschluss der wirtschaftsfreundlichen Kräfte. Diesen brauchen wir in diesen Zeiten noch mehr, um den Unternehmen mit Mitarbeitern ihre Arbeit zu erleichtern und für Wohlstand zu sorgen. Von der Bundespolitik wünsche ich mir, dass sie uns dabei nicht hindert und besser zusammenarbeitet.

Martin Ohneberg, 44

Präsident IV Vorarlberg

Ich wünsche mir für Vorarlberg einen Schulterschluss der wirtschaftsfreundlichen Kräfte. Diesen brauchen wir in diesen Zeiten noch mehr, um den Unternehmen mit Mitarbeitern ihre Arbeit zu erleichtern und für Wohlstand zu sorgen. Von der Bundespolitik wünsche ich mir, dass sie uns dabei nicht hindert und besser zusammenarbeitet.

Mandi Katzenmayer, 64 
            
              Bürgermeister, Bludenz
            Medizinische Versorgung, Betreuung von älteren Menschen und genügend Kinderbetreuungseinrichtungen sind gefragt. Es gilt, Lehrstellen zu bieten, in die Ausbildung zu investieren und gemeinsam die Flüchtlingsproblematik zu lösen. Das alles wird freilich mitbestimmt durch eine positive Entwicklung der Wirtschaft.

Mandi Katzenmayer, 64

Bürgermeister, Bludenz

Medizinische Versorgung, Betreuung von älteren Menschen und genügend Kinderbetreuungseinrichtungen sind gefragt. Es gilt, Lehrstellen zu bieten, in die Ausbildung zu investieren und gemeinsam die Flüchtlingsproblematik zu lösen. Das alles wird freilich mitbestimmt durch eine positive Entwicklung der Wirtschaft.