Mehrere Brände zu Silvester

Vorarlberg / 01.01.2016 • 22:23 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Das Dach eines Wohnhauses in Dornbirn wurde wohl von einem Feuerwerkskörper entzündet. Fotos: Vol.at/Brüstle
Das Dach eines Wohnhauses in Dornbirn wurde wohl von einem Feuerwerkskörper entzündet. Fotos: Vol.at/Brüstle

Zwei Feuer stören ansonsten ruhige Silvesternacht. Keine Verletzten durch Böller.

Dornbirn, Bludenz. Gebrannt hat es in Vorarlberg viel an Silvester, alles in allem war es aber eine ganz durchschnittliche Neujahrsnacht für die Einsatzkräfte. 20 Mal musste die Feuerwehr zum Jahreswechsel ausrücken, wie Adi Rohrer, stellvertretender Chef der Feuerwehr- und Rettungsleitstelle Vorarlberg, angibt. Das ist für eine normale Nacht natürlich weit über dem Durchschnitt, für Silvester aber nicht unüblich. Rohrer und Co. bereiten sich deshalb stets vor, für die letzte Nacht des Jahres wird immer ein weiterer Mitarbeiter für die Leitstelle eingeteilt.

Das Wetter kam den Einsatzkräften heuer entgegen. „Hätte es am Donnerstag nicht angefangen zu regnen, wären wir eher auf Nadeln gesessen, denn es war ja sehr trocken in der letzten Zeit“, sagt Rohrer. Befürchtet hatten die Behörden vor allem Waldbrände durch verirrte Raketen, begünstigt durch den trockenen Dezember. Die Landesregierung hatte deshalb zu besonderer Sorgfalt gemahnt, andere Bundesländer hatten gar teilweise Böller-Verbote erteilt. Gebrannt hat es letztlich aber in den Städten.

Verirrte Raketen

Zwei Brände in Dornbirn ordnet die Polizei verirrten Feuerwerkskörpern zu. Gegen 18.40 Uhr kam es in der Eisplatzgasse an einem Mehrfamilienhaus zu einem Dachbrand. Die Dornbirner Feuerwehr, die mit 70 Mann ausrückte, löschte das Feuer. Das Wohnhaus ist nach wie vor bewohnbar.

Gegen 21.15 Uhr war es vermutlich erneut ein fehlgeleiteter Feuerwerkskörper, der das Dach einer Lagerhalle in Dornbirn in Brand setzte. Zwei Stunden brauchten die Florianijünger, um den Brand in den Griff zu bekommen. Die Höhe des Schadens ist derzeit noch nicht bekannt. Die Bewohner einer nahe gelegenen Asylunterkunft mussten das Gebäude für circa eine halbe Stunde verlassen. Verletzt wurde niemand.

In Bludenz brannte am Donnerstagabend die Müllstation einer Wohnanlage, wodurch auch die Fassade des Hauses in Mitleidenschaft gezogen wurde. Nach eineinhalb Stunden gab die angerückte Bludenzer Feuerwehr „Brand aus“.

Von Verletzungen durch Feuerwerkskörper weiß Adi Rohrer bislang nichts zu vermelden. In Rankweil stürzte ein Mann vom Balkon und zog sich dabei Kopfverletzungen zu. Ob bei dem Unfall Alkohol im Spiel war, ist nicht bekannt.

Beim Brand einer Lagerhalle mussten die Bewohner des angrenzenden Asylwerberheims das Gebäude verlassen.
Beim Brand einer Lagerhalle mussten die Bewohner des angrenzenden Asylwerberheims das Gebäude verlassen.