Ärger über Pferdemist auf Lauterachs Wegen

Vorarlberg / 15.01.2016 • 19:55 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Pferdemist auf dem Gehsteig nahe dem Lauteracher Bahnhof. privat
Pferdemist auf dem Gehsteig nahe dem Lauteracher Bahnhof. privat

Pferdeäpfel auf Gehsteigen werden in Lauterach zum Problem. Reiter in der Pflicht.

Lauterach. (VN-pes) Pferdemist auf den Lauteracher Gehwegen erregt die Gemüter im Vorarlberger Bürgerforum. Bereits vier Beiträge sind dazu insgesamt verfasst worden. „Mittlerweile ist es fast unerträglich, im Lauteracher Ried spazieren zu gehen. Die Gehsteige sind dauernd von Pferdemist verunreinigt“, meint etwa ein Forumsteilnehmer.

Einige Kommentatoren stellen fest, dass es kaum zumutbar ist, dass Reiter sofort absteigen, wenn es einen Pferdeapfel wegzuräumen gibt. Doch ist dann die Gemeinde verantwortlich? Erwin Rinderer, Sprecher der Marktgemeinde, weist hin: „Generell ist festzuhalten, dass Reiten nur auf der Fahrbahn sowie auf Reitwegen erlaubt wäre und somit auf Fußgänger- oder Radverkehr gewidmeten Flächen Reitverbot besteht“, erklärt er. Das ist in der Straßenverkehrsordnung so festgelegt. 

Nach dem Ausritt aufräumen

Reiten ist freilich erlaubt, die Rechte Dritter dürfen dabei aber nicht gestört werden, zum Beispiel der Fußgänger. Damit bezieht sich Rinderer auf die Rechtssprechung durch den Unabhängigen Verwaltungssenat (UVS) Oberösterreich, der sich schon vor vielen Jahren mit dem Thema auseinandergesetzt hat. In einer Entscheidung erklärt der UVS im Prinzip, dass Pferde wie Hunde zu behandeln sind. Laut § 92; Abs. 2 der Straßenverkehrsordnung müssen Hundehalter die Hinterlassenschaften ihres Vierbeiner entfernen. Ebenso muss „der auf die Hundebesitzer normierte Regelungszweck des Abs. 2 analog angewendet werden“, so der UVS.

Was das heißt, erläutert Erwin Rinderer: „Das würde im Klartext bedeuten, dass Reiter nach dem Ausritt die Strecke nochmals zu kontrollieren und zu säubern hätten.“

Bürgerbeteiligung war noch nie so einfach! Mehr unter
bürgerforum.vol.at