Happy End für kleine Filina (3): Die Retter fanden sie im Wald

Vorarlberg / 09.02.2016 • 23:23 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Filina und ihr Hündchen „Biggi“ sind wieder rundum glücklich. Foto: vn/hofmeister
Filina und ihr Hündchen „Biggi“ sind wieder rundum glücklich. Foto: vn/hofmeister

Ganz Bürserberg suchte am Montagabend nach der vermissten Filina Fischer.

Bürserberg. Noch war es helllichter Nachmittag, als die dreieinhalbjährige Filina plötzlich ihren kleinen Jack Russel Terrier „Biggi“ vermisste. Der Familienhund war ausgebüxt. Um seinen geliebten Vierbeiner zu suchen, verließ auch das Mädchen in einem unbemerkten Augenblick die elterliche Wohnung. Sehr zum Schrecken von Mutter Hanni Fischer, die ihre Kleine sofort vermisste. Verzweifelt durchkämmte sie die nähere Umgebung, doch ohne Erfolg. Schließlich kehrte der Jack Russel Terrier wieder ins Haus zurück. Doch er war allein, die Tochter blieb verschwunden.

Großeinsatz

Nun schrillten die Alarmglocken vollends. Die Mutter alarmierte die Einsatzkräfte – und löste damit weit mehr als nur eine dienstliche Suchaktion aus. Denn der Notfall hatte sich in der Gemeinde wie ein Lauffeuer herumgesprochen. „Ganz Bürserberg machte sich sofort auf die Suche nach Filina“, erinnert sich Christian Beck (53), Einsatzleiter der Bergrettung Brand, die sich mit 20 Mann an der Rettungsaktion beteiligte. Innerhalb weniger Minuten war alles auf den Beinen. Die Feuerwehren von Bürs, Brand, Ludesch und Bürserberg mit 59 Mann. Die Rettung Bludenz mit vier Helfern, fünf Mann mit Suchhunden und 18 Beamte der Polizei. Es war bereits 19 Uhr.

Verzweifelte Eltern

„Filinas Eltern waren verzweifelt. Sie blieben zu Hause und wurden von einem Arzt betreut. Zur Sicherheit schickten wir auch ein Kriseninterventionsteam zu ihnen“, so Beck zu den VN. „Denn schließlich konnte niemand ahnen, was geschehen würde.“ Dann brach auch noch die Dunkelheit ein und es wurde kälter. Doch wo suchen? „Schließlich stießen wir auf Spuren von Kinderschuhen im Schnee, die etwa eineinhalb Kilometer bergwärts führten“, schildert der Einsatzleiter. Und dann, nach beinahe eineinhalb Stunden Suche, der erlösende Moment: Die Dreieinhalbjährige wurde gefunden. Das Kind kauerte unter einem Baum. Direkt an einem 300 Meter tiefen Abgrund.

Tee und heißes Bad

Mit dabei war auch Ernst Wehinger, Kommandant der Feuerwehr Bürserberg. Er erinnert sich: „Es war mitten im Wald! Doch das Kind schien recht fröhlich zu sein. Für mich war das Ganze ein Bilderbucheinsatz. Alles lief tip top. Die jungen Feuerwehrmänner, die sich gerade beim Halligalli in Frastanz, also auf dem Faschingsumzug befunden hatten, zögerten keinen Augenblick, sofort zum Einsatz anzurücken.“ Und Einsatzleiter Beck: „Das Mädchen war wohlauf und unverletzt. Bergrettungsarzt Christian Bürkle hat noch einen Tee und ein heißes Bad empfohlen.“

Ganz Bürserberg machte sich auf die Suche nach Filina.

Christian Beck