Ein grüner Trolley mit dem bewussten Plan B

29.02.2016 • 19:49 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Der Trolley wird mit einer Kupplung ans Rad gehängt. Auch Getränkekisten können damit transportiert werden.  Foto: D. Stiplovsek
Der Trolley wird mit einer Kupplung ans Rad gehängt. Auch Getränkekisten können damit transportiert werden. Foto: D. Stiplovsek

Sechs Gemeinden setzen auf den „Kofferraum“ für Fahrradfahrer und Fußgänger. 

Lauterach. (VN-ger) Einen ersten Praxistest hat er bereits bestanden: Am Faschingsdienstag transportierte Bürgermeister Hans Bertsch damit die Zuckerle beim Kennelbacher Faschingsumzug. Ab Mitte März geht der plan-b-Trolley nun offiziell in den Verkauf.

Seit zwölf Jahren setzen die sechs plan-b-Gemeinden Bregenz, Hard, Kennelbach, Lauterach, Schwarzach und Wolfurt gemeinsam Maßnahmen, um die bewusste und umweltfreundliche Mobilität in den Kommunen zu fördern. Ein wesentlicher Bestandteil der Gemeindekooperation ist der Ausbau der Infrastruktur für das Unterwegssein ohne Auto. „Wir sind noch lange nicht am Ende der Reise“, verweist Harald Köhlmeier, Bürgermeister von Hard und Präsident des Vorarlberger Gemeindeverbands, auf die aktuellen Mobilitätsvorhaben. Auf der Agenda stünden unter anderem die Erneuerung des Harder Bahnhofs, die Bahnhaltestelle Lauterach-West, die Südschleife nach Dornbirn, ein Rufbus-System, Konzepte rund um den Autobahn-Vollanschluss Wolfurt und eine sichere Radwegverbindung zwischen Hard und Lustenau, die Ende des Jahres in Angriff genommen werden soll. „Gemeinsame Arbeit über Gemeindegrenzen hinaus macht speziell in der Mobilität Sinn“, sind die Bürgermeister der plan-b-Gemeinden überzeugt.

100 Euro Förderung

Der am Montag präsentierte Trolley für Fahrradfahrer und Fußgänger soll ein weiterer Baustein im regionalen Mobilitätsmanagement darstellen. In einer ersten Tranche werden demnächst 160 Trolleys an die Fahrradhändler der Region ausgeliefert. Der rollende „Kofferraum“ verfügt über eine Tragkraft von 50 Kilogramm, ein Fassungsvermögen von 39 Litern und kostet 298 Euro. Einwohner der plan b-Gemeinden erhalten eine Förderung in der Höhe von 100 Euro. 

Einen „Plan B“ gibt es auch für die jüngsten Verkehrsteilnehmer. Eine der ersten Initiativen war „schoolwalker“. Dabei dokumentieren die Schüler mit einem eigenen Ausweis jeden zu Fuß gegangenen Schulweg.

Die Drittklässler der Volksschule Kennelbach arbeiten derzeit an einer Weiterentwicklung des schoolwalker-Projekts. Auf den Schulwegen sollen künftig drei Säulen postiert werden. „Wenn man die gestellten Aufgaben richtig löst, stanzt die Säule Löcher in eine Karte“, erläutert Pädagogin Bianca Fetz. Läuft alles nach Plan, soll das Pilotprojekt nach der Testphase auf die Schulen der Region ausgeweitet werden. In anderen Projekten haben Kinder gemeinsam mit dem Kasperle das richtige Busfahren gelernt oder kommen mit dem „Kinderzügle“ in den Kindergarten. 

Wir sind dabei noch lange nicht am Ende der Reise.

Harald Köhlmeier

plan-b-Trolley

» Kosten: 298 Euro – Einwohner der plan-b-Gemeinden bekommen eine Förderung in der Höhe von 100 Euro

» Ab Mitte März ist der Trolley bei den Radhändlern Raider, Drissner und Procycle (Bregenz), Puchmayr und Radcult (Wolfurt), RadWelt und DJ‘s Bikeshop (Hard) sowie Loitz (Lauterach) erhältlich