Vernichtender Schlag gegen eine internationale Drogenbande

Vorarlberg / 01.03.2016 • 22:42 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Vier Verdächtige wurden in Bregenz verhaftet. Symbolfoto: VN/HB
Vier Verdächtige wurden in Bregenz verhaftet. Symbolfoto: VN/HB

Vorarlberger Kriminalisten wirkten entscheidend an der Aufklärung mit.

bregenz. Bereits seit zehn Monaten ermitteln das Landeskriminalamt Vorarlberg und das Bundeskriminalamt (BK) gemeinsam mit Polizeieinheiten aus Kroatien, Serbien, Deutschland und den Niederlanden gegen eine organisierte Drogenbande.

Operation „Danube“

Insgesamt konnten im Rahmen der Operation „Danube“ 13 Personen festgenommen werden, bei fünf Personen handelt es sich um österreichische Staatsangehörige. Sie stehen unter Verdacht, Kokain von Südamerika in die Niederlande und weiter nach Österreich geschmuggelt zu haben. Die Ermittlungen liefen bereits seit April 2015 und wurden in Österreich im Rahmen des Projekts „Fight against Western Balkans Organised Crime – WBOC 2013 – 2015“ geführt.

Die kriminelle Gruppe steht unter Verdacht, große Mengen an Kokain und Marihuana aus Südamerika in die Niederlande importiert zu haben. Von dort wurden die Substanzen dann an Abnehmer in Österreich, Kroatien und Bosnien und Herzegowina weiterverkauft. Bei den Tatverdächtigen handelt es sich um sechs kroatische, zwei serbische und fünf österreichische Staatsangehörige. Der Tätergruppierung kann derzeit zumindest der Schmuggel bzw. die Verteilung von 34 kg Kokain bzw. 74 Kilogramm Marihuana in ganz Europa nachgewiesen werden.

Verhaftungen in Bregenz

Das sichergestellte Kokain wies jeweils einen Reinheitsgehalt von 90 Prozent auf. In Österreich wurden insgesamt vier Tatverdächtige in Bregenz und eine Person in Salzburg festgenommen. Weiters fanden sechs Hausdurchsuchungen in Bregenz und zwei in Wien statt, bei denen neben Suchmitteln auch Bargeld sichergestellt wurde. Einer der Hintermänner konnte in den Niederlanden festgenommen werden.