Satteinser Ortskern vor Vermurung schützen

Vorarlberg / 02.05.2016 • 21:33 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die bestehenden Schutzbauten werden saniert.  Foto: etu
Die bestehenden Schutzbauten werden saniert. Foto: etu

Wildbachverbauung am Pfudidetschbach wird saniert.

Satteins. (VN-doh) Es ist ein unscheinbarer Bach, der gemächlich durch den Ortskern von Satteins fließt. Wie schnell der Pfudidetschbach aber eine zerstörerische Kraft entwickeln kann, das wissen die Anrainer genau. Erste Schutzmaßnahmen wurden bereits vor knapp 100 Jahren gesetzt. Nachdem der Ortsbach alle paar Jahre über die Ufer trat und immer wieder für Zerstörung im relativ dicht besiedelten Bereich des Bachbetts sorgte, wurden in den 1970er-Jahren weitere Sicherungsmaßnahmen durchgeführt. Seither gab es regelmäßige Begehungen am Pfudidetschbach, um potenzielle Rutschflächen früh genug zu identifizieren. Eine solche Fläche gibt es nun, und neue Maßnahmen zur Absicherung des Bachs sind notwendig. Wie Bürgermeister Anton Metzler im Gespräch mit den VN erklärt, sei besonders ein Hang im Mittellauf nicht mehr stabil genug. Um diese Situation und die Gefahr von Murenabgängen einzudämmen, wird eine sogenannte Konsolidierungssperre errichtet. Diese dient nach der Verlandung der Stabilisierung der dortigen Hangrutschung. Um die Sperre zu errichten, muss der bestehende Forstweg für Lkw befahrbar gemacht und verlängert werden. Für die künftige Instandhaltung wird der Weg bestehen bleiben. Im Zuge der Wildbach-verbauung werden auch die bestehenden Anlagen saniert. So wird es punktuelle Ufersicherungen geben und die Konsolidierungssperre saniert. Weiters wird das vorhandene Becken ausgeräumt. Rund 3000 Kubikmeter Geschiebe sollen dabei ausgebaggert werden, um die Funktionsfähigkeit im Ernstfall wieder zu sicherzustellen.

Die Kosten für die von der Lawinen- und Wildbachverbauung geplanten Maßnahmen belaufen sich auf rund 470.000 Euro. Zehn Prozent davon muss die Gemeinde Satteins übernehmen. Noch im Sommer soll die Umsetzung beginnen. Die geplanten Maßnahmen dienen der Aufrechterhaltung des Sicherheitsniveaus. Vorgesehen ist aber, den Gefahrenzonenplan für Satteins noch in diesem Jahr zu überarbeiten.