12.000 Euro Strafe für Hooligan

Vorarlberg / 25.05.2016 • 22:09 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Beim Reichshofstadion kam es 2015 öfters zu Randalen. Foto: POlizei
Beim Reichshofstadion kam es 2015 öfters zu Randalen. Foto: POlizei

Weil ein Schweizer einen Polizisten im Lustenauer Reichshofstadion grob stieß, gab es nun Konsequenzen.

Feldkirch. (ec). Am ersten Mai vergangenen Jahres gab es im Lustenauer Reichshofstadion ein leider von Gewalt begleitetes Fußballmatch. SC Austria Lustenau trat gegen den Traditionsverein LASK Linz an.

Zur Unterstützung der Lustenauer Fangruppen waren Hooligans aus Augsburg angereist. Aber auch Fans des LASK Linz provozierten und hielten die Polizisten auf Trab. Am Mittwoch stand ein 24-jähriger Schweizer wegen tätlichen Angriffs auf einen Beamten sowie versuchten Widerstands gegen die Staatsgewalt vor Gericht. Der Unruhestifter wurde verurteilt, und das nicht zu ­schmal. Der junge Schweizer ist an und für sich ein friedlicher Geselle. Beruflich ist er viel in der Natur unterwegs, Gartenanlagen sind sein Metier. Und er verdient damit recht gutes Geld.

Er hat keine Sorgepflichten, mehr als ausreichend Vermögen und sieht sich gerne Fußballspiele an. Doch da scheint er sich emotional nach Alkoholkonsum nicht so recht im Griff zu haben. Auch in der Schweiz wurde er einmal zu einer Geldstrafe verurteilt. Weil er in Lustenau einem Beamten einen groben Stoß versetzte, muss er dieses Mal bezahlen. Wegen seines guten Einkommens wird die Strafe mit 240 Tagsätzen zu je 50 Euro bemessen, macht in Summe 12.000 Euro unbedingte Geldstrafe. Ein Polizist in einer Kette versuchte damals den Streit zwischen den Fangruppen zu schlichten, ihm entglitt der Schlagstock und er wurde sofort selbst Opfer. Der Beamte kämpfte um seinen Stock und da kam dann auch noch der Schweizer dazu.

Große Augen

Beim Urteil schluckt der Eidgenosse, auch wenn er finanziell keine Not leidet, doch 12.000 Euro sind auch für ihn eine Stange Geld. Dazu kommen noch ein Jahr Stadionverbot, Verfahrens- und Anwaltskosten.

„Keine Ahnung, was ich da vorne wollte, es hat mich einfach mitgerissen, die Stimmung war so aufgeheizt“, weiß er angeblich selbst nicht mehr, warum er bei dem Tumult mitmachte. Er will sich das Urteil drei Tage überlegen.