Leistbarer Wohnraum gegen Abwanderung

Vorarlberg / 04.07.2016 • 17:59 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Erstmals in der Geschichte von Fraxern ist die Bevölkerungszahl rückläufig.  Foto: VN/Paulitsch
Erstmals in der Geschichte von Fraxern ist die Bevölkerungszahl rückläufig. Foto: VN/Paulitsch

Fraxern führt Verhandlungen mit gemeinnützigen Wohnbauträgern.

Fraxern. (VN-doh) Erstmals in der Geschichte der Berggemeinde Fraxern ist die Bevölkerungszahl der Gemeinde rückläufig. Derzeit sind im Kriasidorf rund 50 Personen weniger gemeldet als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Es seien zwar immer wieder neue Grundstücke oder Immobilien auf den Markt gekommen, für junge Familien seien diese Kosten aber kaum zu stemmen, erklärt Bürgermeister Steve Mayer. Aufgrund der Lage von Fraxern habe es immer mehr gutbetuchte Personen jenseits der 50 nach Fraxern gezogen und die Jungen würden ins Tal abwandern. Dieser Entwicklung will man entgegenwirken. Schließlich geht es auch um die Infrastruktur im Dorf. Derzeit sind die Jahrgänge in Kindergarten und Volksschule stark genug. Vor rund drei Monaten hat Bürgermeister Mayer eine Erhebung des Wohnbedarfs bei den jungen Fraxnern durchgeführt. Das Ergebnis: Der Wunsch, in Fraxern zu bleiben, ist groß und somit auch der Bedarf an leistbarem Wohnraum. Favorisiert wurden dabei Miet-Kaufmodelle.

Neues Entwicklungskonzept

Um reagieren zu können, hat die Gemeinde in den letzten zwei Jahren das Regionale Entwicklungskonzept (REK) neu erarbeitet und die Umlegung von Grundstücken eingeleitet. In vier Umlegungsgebieten werden derzeit intensive Gespräche mit den Grundeigentümern geführt. 30 neue Bauplätze könnten so entstehen. Man habe sich innerhalb der REK-Erstellung auf die erschlossenen Flächen konzentriert, so Mayr, alles andere sei aus derzeitiger Sicht für die Gemeinde nicht finanzierbar.  

Verhandlungen gibt es auch mit gemeinnützigen Wohnbauträgern, erklärt Mayer. Für ihn sei die Errichtung von leistbarem Wohnraum eines der größten politischen Ziele und auch die Gemeindevertretung stehe hinter diesem Vorhaben. Da man sich jedoch mitten in den Verhandlungen befinde und mögliche Grundstücke für ein solches Projekt nicht in Gemeindebesitz sind, sei der Ausgang dieser Verhandlungen noch offen.

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