Ein Fremder auf eigenem Fahrrad

Vorarlberg / 05.07.2016 • 22:31 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Bregenzer kam auf kuriose Weise wieder in den Besitz seines gestohlenen Fahrrads.

Bregenz. (fst) Ein Bregenzer traute seinen Augen nicht: Kam ihm doch ein junger Mann entgegen, der auf dem Sattel jenes Fahrrades saß, das ihm vor geraumer Zeit gestohlen worden war. Der Radfahrer versuchte erst gar nicht zu flüchten, sondern blieb stehen und verstand die Welt nicht mehr. Er hatte doch kein Rad gestohlen, sondern käuflich erworben, und das mit schriftlichem Kaufvertrag. Da musste also ein Missverständnis vorliegen.

Die verständigte Polizei stellte dann fest, dass es sich bei dem Rad tatsächlich um Diebesgut handelte, das der junge Mann in gutem Glauben erworben hatte. Bei der Prüfung des Kaufvertrags wurden die Beamten stutzig, denn der Name der Verkäuferin kam ihnen bekannt vor. Sie war mit ihren Eifersuchtsszenen schon mehrmals wegen Lärmerregung aufgefallen. Auch der Herr, der der Dame das Fahrrad überlassen hatte, war amtsbekannt.  Freuen darf sich der Fahrradeigentümer, er bekommt sein Rad zurück.

Weniger Freude dürfte der gutgläubige Käufer haben, er kann zwar den Kaufpreis von der Verkäuferin zurückverlangen, das Geld dürfte sich allerdings bereits im wahrsten Sinne des Wortes „verflüssigt“ haben.