Großprojekt der Bahn wird unter die Lupe genommen

Vorarlberg / 13.07.2016 • 18:26 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Vorarlberger Landesregierung gibt Startschuss für das UVP-Genehmigungsverfahren. 

Bregenz. (VN-ger) Der Countdown läuft. In knapp zwei Jahren soll der Spatenstich für das ÖBB-Großprojekt zwischen Lauterach und Lusten­au erfolgen. Um den wahrscheinlichen Auswirkungen des Vorhabens auf Mensch, Tier, Pflanzen bzw. Umwelt auf den Grund zu gehen, hat die Vorarlberger Landesregierung nun eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) eingeleitet. Verfahrensleiter Christian Berger geht davon aus, dass dafür insgesamt 27 bis 28 Einzelgutachten nötig sein werden. Läuft alles nach Plan, könnte das Gesamtgutachten im November 2016 vorliegen und der Bescheid im Mai 2017 erteilt werden.

Wesentliche Bestandteile des Bahnprojekts sind der zweigleisige Ausbau des Streckenabschnitts Lauterach-Hard, die Errichtung einer neuen Haltestelle Lauterach West, der Umbau der Haltestelle Hard-Fußach, die Erneuerung der Brückentragwerke sowie die Errichtung von flächendeckenden Lärmschutzwänden im Siedlungsgebiet. Durch den Ausbau wird es laut ÖBB möglich, den Takt im Regionalverkehr zu erhöhen und einen Zweistundentakt im Fernverkehr anzubieten. Gleichzeitig könnten die Fahrzeiten durch die Erhöhung der Geschwindigkeit von derzeit 90 auf 130 bzw. 110 km/h (Harder Bogen) verkürzt werden.

Im UVP-Verfahren haben unter anderem Nachbarn, Naturschutzanwaltschaft, Bürgerinitiativen und eingetragene Umweltorganisationen Parteienstellung. Die Unterlagen zum 97-Millionen-Projekt liegen ab kommendem Montag, 18. Juli, acht Wochen lang öffentlich aus.