FPÖ hat Fragen zur Nachbarschaftshilfe

21.07.2016 • 18:12 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Waibel spricht von Konkurrenz, die Caritas von Parade-Integration.

Bregenz. (VN-mip) Vor zwei Wochen musste die Caritas die Nachbarschaftshilfe einstellen, weil die Hilfe als Dienstleistung eingestuft wurde. Eine vermeintliche Dienstleistung beschreibt die FPÖ nun in einer Anfrage an LH Markus Wallner (ÖVP). Abgeordneter Christoph Waibel (FPÖ) schildert die Situation einer Wohnanlage in Lauterach. Dort soll eine Reinigungsfirma, die 400 Euro pro Monat verlangte, gekündigt worden sein. Dafür habe die Caritas den Auftrag bekommen und 200 Euro als Spende erhalten. Waibel sieht darin eine Konkurrenz zur Wirtschaft. Von der Caritas heißt es, dieses Projekt sei ein Paradebeispiel für Integration. Hier hätten sich die Bewohner bewusst entschieden, mit Asylwerbern in Kontakt zu treten. Die Caritas habe den Projektbetreiber bereits kontaktiert. Dieser versicherte, nicht aus Geldgründen gehandelt zu haben, das sei eine Unterstellung. Es sei schließlich kein Großauftrag, sondern Hilfe von ganz wenigen Stunden pro Woche. Der Caritas-Fachbereichsleiter erklärt zudem, in den vergangenen Monaten viele Anfragen wegen Nachbarschaftshilfe abgelehnt zu haben, weil es betriebliche Anfragen waren. Auch Landwirten musste die Caritas absagen. „Wir haben immer ganz penibel geprüft“, erklärt Bernd Klisch von der Caritas auf VN-Nachfrage.