Rotes Kreuz nimmt kein Bargeld

Vorarlberg / 21.07.2016 • 22:40 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

RK hat zur Verwunderung mancher die Haus-zu-Haus-Sammlung auf Tablet-Computer umgestellt.

Dornbirn. Wer im Raum Dornbirn derzeit Besuch von Spendensammlern des Roten Kreuzes erhält, der mag sich wundern, dass auch hier moderne Technologie Einzug gehalten hat. Statt der Spendenbüchse haben die Sammler einen Tablet-Computer dabei, in den man seine Kontodaten eingeben soll, damit die Spende per Bankeinzug abgebucht werden kann. Seine Bankverbindung in einen fremden Computer einzugeben, ist ein Vorgang, der jedoch auch datenschutzrechtliche Fragen aufwirft.

Angst vor falschen Sammlern

Beim Roten Kreuz rechtfertigt man diese Vorgehensweise: „Bargeldspenden lehnen wir ab, weil es da immer wieder Trittbrettfahrer gibt“, erklärt Sprecherin Ulrike Breuß. In der Tat gehen oft falsche Rot-Kreuzler mit Spenden-Büchsen von Haus zu Haus. „Diese Methode wird in Deutschland und anderen Teilen Österreichs bereits angewandt.“ Die derzeitige Spendensammlung laufe im Bezirk Dornbirn, hier wird jährlich zwischen Donrbirn, Feldkirch und Bregenz gewechselt.

Für die Spendensammlung heuert man Studenten an, erklärt Breuß. Neben einer einmaligen finanziellen Unterstützung kann man auch dauerhafte Mitgliedsverträge abschließen. „Diese kann man jederzeit wieder kündigen“, sagt Breuß. Sie garantiert außerdem: „Wir geben die Kontodaten natürlich nicht an Dritte weiter.“ Sie betont jedoch: „Wer möchte, kann aber auch einen Zahlschein bekommen.“