IfS verzeichnete wieder deutlich mehr Klienten

22.07.2016 • 16:52 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Schuldenberatung ist eine der am häufigsten kontaktierten Stellen des Instituts für Sozialdienste. Foto: meznar
Die Schuldenberatung ist eine der am häufigsten kontaktierten Stellen des Instituts für Sozialdienste. Foto: meznar

Auch der Flüchtlingszustrom macht sich in der Bilanz des vergangenen Jahres bemerkbar.

röthis. (VN-mm) Die Unterstützungsangebote des Instituts für Sozialdienste (IfS) wurden auch im vergangenen Jahr stark in Anspruch genommen. Laut dem aktuellen Jahresbericht suchten 33.834 Menschen Beratung und Hilfe. Das sind deutlich mehr als 2014, das mit 33.170 Klienten abschloss. „Mit diesen Zahlen bewegen wir uns stabil auf hohem Niveau“, resümiert IfS-Geschäftsführer Stefan Allgäuer. Der Gesamtumsatz betrug 28,8 Millionen Euro (2014: 27,4 Millionen Euro). Mit ein Grund für die Steigerungen war der Zustrom an Flüchtlingen. Bekanntlich ist das IfS vom Land beauftragt worden, ein Wohnhaus für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge zu übernehmen. Dazu kamen neue Herausforderungen durch die sozialarbeiterische Begleitung. Trotz der gestiegenen Anforderungen werden die Leistungen für die Menschen in Vorarlberg aber keinesfalls reduziert, versichert Allgäuer.

Krisensituationen

Das Leistungs- und Unterstützungsangebot des IfS gliedert sich in die Bereiche psychosoziale Beratung, Inklusion bzw. Integration sowie Sozialpädagogik. Dabei umfasst der Bereich der psychosozialen Beratung alle jene Angebote, die Unterstützung in Übergangs- und Krisensituationen bieten, sowie präventiv auf Hilfe zur Selbsthilfe sowie die Sicherung der Lebensgrundlagen abzielen. Beispiele dafür sind die Erziehungs- und Schuldenberatung, Sozialarbeit und psychologische Beratungen und alle Angebote des Opferschutzes. Die meisten Klienten verzeichnete das IfS in der Erwachsenenberatung, gefolgt von der Familien- und der Schuldenberatung.

Offensive Bemühungen

Was die Zukunft angeht, so gilt es laut Stefan Allgäuer, in bewährtem Umfang für Hilfesuchende da zu sein und die Qualität der Angebote zu sichern. Gleichzeitig müssten aber auch wirtschafts- und arbeitsmarktpolitische Entwicklungen im Auge behalten werden. Um etwa in der Integrationshilfe, der Wohnungslosenhilfe oder der Arbeit mit Flüchtlingen eine Integration zu erreichen, bedürfe es allerdings einer offensiven Wohnungs- und Arbeitsmarktpolitik, die jene Voraussetzungen schaffe, welche Integration bedingen und ermöglichen. „Soziale Arbeit kann hier einen Beitrag leisten, Menschen in besonderen Lebenslagen auf dem Weg zu einer stabilen Wohn- und Arbeitsmarktsituation zu begleiten“, ist Allgäuer überzeugt.

Die Finanzierung der Angebote erfolgt durch das Land, die Gemeinden sowie Ministerien und Sozialversicherungsträger. Direktzahlungen erhält das IfS nicht. Es werden Leistungen abgegolten, die die Klienten brauchen und die erbracht werden.

Zahlen 2015

» 8894 Personen verzeichnete die Erwachsenenberatung

» 3161 Klienten kamen in die Familienberatung

» 3046 Menschen suchten Hilfe bei der Schuldenberatung

» 1987 Personen erhielten Psychotherapie