„Geht es um Waffen, sind wir in erhöhter Alarmbereitschaft“

25.07.2016 • 20:05 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Bewaffnet hielt die Polizei zwischen Hard und Lauterach Ausschau nach dem verdächtigen Mann. VN/Hofmeister
Bewaffnet hielt die Polizei zwischen Hard und Lauterach Ausschau nach dem verdächtigen Mann. VN/Hofmeister

Polizei sucht nach Hinweis aus der Bevölkerung vermeintlich bewaffneten Mann.

Lauterach, Hard. Eine Großfahndung hat die Polizei am Montagvormittag im Unterland ausgerufen. Zahlreiche Polizeibeamte, auch von der Spezialeinheit Cobra, suchten nach einem Mann, der womöglich eine Waffe bei sich trug, brachen die Fahndung jedoch nach einer Stunde ab. Der Hinweis aus der Bevölkerung, der zu der Fahndung führte, war vage, wie Polizeisprecher Rainer Fitz zugibt, und möglicherweise einer gewissen Sensibilität angesichts der jüngsten Bluttaten in Süddeutschland geschuldet. Er stellt jedoch klar, dass die Polizei in jedem Fall mit einer derartigen Fahndung reagiert hätte.

Was ein 55-jähriger Bürger am Montagvormittag in Lauterach gesehen haben will, ist in der Tat reichlich nebulös. „Ein Passant beobachtet, wie ein Mann sich etwas in den Gürtel schob“, so Rainer Fitz.  Das mag eine Waffe gewesen sein, vielleicht aber auch ein Handy. Die fragliche Person soll auf dem Dammweg in Lauterach auf Höhe des Bauhofs in Richtung Hard gelaufen sein und möglicherweise eine Art Holster getragen haben. Der 55-Jährige rief jedenfalls die Polizei und gab eine Beschreibung des Mannes ab, nachdem so dann gefahndet wurde.

Großräumig abgesucht

An mehreren Posten standen Polizisten, teils mit Maschinenpistolen bewaffnet, fünf Beamte der Cobra waren ebenfalls beteiligt. „Wir haben das Gebiet großräumig abgesucht, mit Passanten und Geschäftsinhabern gesprochen“, berichtet Rainer Fitz. Auch ein Hubschrauber war im Einsatz. Gefunden wurde der vermeintlich bewaffnete Mann jedoch nicht. Nach rund einer Stunde wurde die Aktion beendet. „Wir nehmen solche Hinweise sehr ernst“, erklärt Polizeisprecher Fitz. „Möglicherweise herrscht angesichts der Angriffe in Bayern eine erhöhte Sensibilität bei der Bevölkerung“, schätzt er. Das gelte jedoch nicht für die Polizei. „Die Fahndung haben wir nicht nur wegen dieser Vorfälle ausgerufen. Wenn es um Waffen geht, sind wir stets in erhöhter Alarmbereitschaft.“