Straßenbau am Arlberg liegt vor dem Zeitplan

25.07.2016 • 18:06 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Läuft derzeit auf Hochtouren: der Bau einer neuen Zufahrt zum Arlbergpass.  Foto: VN/Hartinger
Läuft derzeit auf Hochtouren: der Bau einer neuen Zufahrt zum Arlbergpass. Foto: VN/Hartinger

Die neue Trasse zum Arlbergpass ist schneller befahrbar als geplant.

Klösterle. (VN-tw) Der Startschuss für die Bauarbeiten oberhalb der zur Gemeinde Klösterle zählenden Tourismusparzelle Stuben ist im Juni dieses Jahres gefallen. Jetzt, nur wenige Wochen später, stellt sich heraus, dass die Bauarbeiter schneller wieder abgezogen werden können, als ursprünglich geplant. Das bestätigt Harald Marte (55) von der Abteilung Straßenbau im Landhaus im Gespräch mit den VN.

Baukosten 1,6 Millionen Euro

„Wenn alles glattgeht und die Wetterbedingungen mitspielen, sind wir voraussichtlich bereits Mitte September mit dem Bau fertig“, sagt Marte. Ursprünglich hätte die neue Trasse im Oktober für den Verkehr freigegeben werden sollen. Bei dem auf fünf Monate Bauzeit ausgelegten Projekt handelt es sich eigentlich um den zweiten Teil eines hochalpinen Straßenbaus: Im Spätherbst des Vorjahres wurde eine neue Trassenführung der Straße auf den Flexenpass oberhalb von Stuben um rund neun Millionen Euro fertiggestellt. Dazu wurden zwischen dem sogenannten Posteck und dem ersten Tunnel in Richtung Flexenpass vor Zürs fünf neue Serpentinen in den Fels geschlagen. Das jetzige Baulos besitzt eine Länge von rund 0,7 Kilometer. Die Kosten dafür werden mit rund 1,6 Millionen Euro beziffert.

Während der Bauzeit wird der Verkehr über den Arlbergpass übrigens wie in den Jahrzehnten davor über die bestehende Straße geführt. Das Teilstück, das wegen drohender Instabilität der Fahrbahn und Steinschlaggefahren der Auslöser für die Neutrassierung der Straßen auf Flexen- und Arlbergpass war, soll unmittelbar nach dem Abschluss der aktuellen Bauarbeiten noch im Herbst endgültig Geschichte sein und zur Gänze rekultiviert werden.

Die rund einen Kilometer lange Straße werde künftig als Schutz gegen drohende Steinschläge oder Lawinen dienen. Letzteres vor allem während der Wintermonate für die darunter liegende Skipiste beim Rauzbach.

Bau mit Asfinag abgestimmt

Die Straßenbauten wurden freilich bereits im Vorfeld mit der Asfinag als Betreiberin des Arlbergstraßentunnels abgestimmt. Die Asfinag hat nämlich mit einer großangelegten Sanierung der Röhre begonnen und führt diese in mehreren Bauetappen durch. Bereits jetzt ist der Tunnel in den Nachtstunden zeitweise für den Verkehr gesperrt, und die Autofahrer müssen deshalb über den Arlbergpass ausweichen.