Besserer Zugang zum Wasser beim Mili-Ufer

Vorarlberg / 27.07.2016 • 18:30 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Drei ältere Damen und der See. Die Steine des Anstoßes sind groß.  Foto: Sams
Drei ältere Damen und der See. Die Steine des Anstoßes sind groß. Foto: Sams

Die Natur hat dafür ­gesorgt, dass die ­großen Steinbrocken nicht mehr so stören.

Bregenz. (VN-hk) Was war das nicht für eine Aufregung vor einem Jahr. Damals hatten sich mehrere, vor allem ältere Leute,bitterlich darüber beschwert, dass der Zugang zum Wasser am freien Ufer beim Militärbad in Bregenz erheblich schwieriger geworden war – die VN berichteten. Grund dafür: Im Zuge der Verbreiterung des Fußgänger- und Radweges am See setzte die Stadt auch im Uferbereich Maßnahmen. Viele große Steine wurden ins Wasser platziert, um die Erodierung des Ufers zu verhindern. Mit der Folge, dass der Zugang in den See für Erfrischungssuchende zur nicht ungefährlichen Rutschpartie wurde.

Wo’s besser ist

Ein Jahr später hat sich die Situation nach Meinung einiger Beschwerdeführerinnen leicht verbessert. „Aber es ist trotzdem nicht so, wie es vor der Ufersanierung war“, sagt Gertraud Tiefenbach (73). Hanna Rothmund räumt ein, dass „der Zugang rechtsseitig der Mili jetzt doch um einiges leichter ist. Obwohl ich mir gerade eben eine Zehe durch einen Stein aufgeschlagen habe.“

„Aber solche Steine finden sie doch überall“, entgegnet Tiefbaustadträtin Ingrid Hopfner (57), die für die baulichen Maßnahmen am Ufer politisch verantwortlich ist. „Wir haben das Gespräch mit den Kritikern der Ufersanierung gesucht. Wir haben ihre Einwände sehr ernst genommen, und für die Errichtung eines Handlaufes beim Steg weiter vorne angesucht. Durch die Hochwasserproblematik konnten wir ihn noch nicht aufstellen.“

Höherer Wasserstand

„Aber wir hätten einen Handlauf gerne hier bei der Mili. Nicht dass wir als ältere Personen hinüber zum übervölkerten Steg laufen müssen“, wirft Gudrun Fender (72) ein. Stadträtin Hopfner hat ihren Bauamtsleiter Bernhard Fink (49) mitgebracht. Dieser erklärt den Damen die Situation am Mili-Ufer.

„Wir mussten das Ufer hier nach der Verbreiterung des Fuß- und Radweges stabilisieren. Dazu sind die großen Steine notwendig. Durch den höheren Wasserstand im Vergleich zum Vorjahr sind diese Steine nicht direkt beim Zugang zum Wasser und daher auch nicht so störend. Es hat zudem viele kleine Steine ans Ufer gespült hat“, erzählt Fink. Der Bauamtsleiter erläutert die gesetzlichen Vorschriften und ökologischen Notwendigkeiten, die im Zuge von Veränderungen am Bodenseeufer zu beachten sind. „Wenn hier Veränderungen vorgenommen werden, dann darf sich die ökologische Situation nicht verschlechtern. Daran haben wir uns gehalten.“

Handlauf bei der Mili?

Die Damen hören zwar aufmerksam zu, ihre Skepsis verschwindet dennoch nicht. „Was nützt uns das?“, fragt Gudrun Fender. Schließlich kommt die Idee auf, einen Handlauf direkt bei der Mili zu errichten. „Das können wir prüfen“, sagt Stadträtin Hopfner. Nachsatz: „Aber nicht versprechen.“ Gertraud Tiefenbacher nickt: „Solltet ihr das für uns machen, wäre vieles besser.“

Wir prüfen, ob wir hier einen Handlauf errichten können.

Ingrid Hopfner