Zum Gedenken

28.07.2016 • 16:03 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Irma Meusburger

Bezau. Von den Beschwerden des hohen Alters erlöst, wurde Irma Meusburger vom Schöpfer in den ewigen Frieden heimgeholt.

Die Verstorbene wurde am 17. Jänner 1921 als viertes von sechs Kindern in die Familie des Landwirts Alois und der Maria Rosa Fischer, geb. Sutterlüty, in Großdorf geboren. Der Pflichtschule entwachsen, arbeitete Irma auf der elterlichen Landwirtschaft. Nach dem Krieg führte sie einer englischen Adeligen in Bregenz bis 1954 den Haushalt. Einmal durfte sie sogar mit dieser Dame nach England fliegen.

1960 heiratete sie den Wittwer Jakob Meusburger aus Bezau, der zwei Kinder im Alter von zehn und dreizehn Jahren mit in die Ehe brachte. Den Kindern war Irma eine gute Mutter. Inzwischen vergrößerte sich der Familienkreis um drei Enkel und zwei Urenkel, die ihr viel Freude bereiteten.

Nach ihrer Verehelichung führte sie gemeinsam mit Gatten Jakob das Lager der Raiffeisenbank Bezau in der Parzelle Bahnhof. Als Jakob krank wurde, zogen sie in die Parzelle Platz.

Hier widmete sich Irma ihrem Hobby, dem Nähen. Sie führte für das Textilgeschäft „Adele“ Änderungen durch. Auch Privatleuten war sie stets mit Näharbeiten behilflich.

Tiefe und schmerzhafte Einschnitte in ihr Leben brachten 1969 der frühe Tod von Sohn Josef, der im blühenden Alter von 22 Jahren an einer unheilbaren Krankheit allzu früh verstarb und 1977 der Tod ihres lieben Gatten Jakob. Zeitlebens war Irma eine treue Bregenzerwälder Trachtenträgerin, die ihre Juppe jeden Sonntag trug. Im Sommer vergangenen Jahres, als Irma fremder Hilfe bedurfte, übersiedelte sie in das Sozialzentrum Bezau, wo sie bestens betreut wurde und sich wohl fühlte.

Pfarrer Armin Fleisch feierte einen würdigen Auferstehungsgottesdienst und veranschaulichte in seiner Predigt ein treffendes Lebensbild der Verstorbenen. Der Gottesdienst wurde vom Chor St. Jodok musikalisch begleitet. Der Herrgott möge Irma den ewigen Frieden schenken.