Verzicht auf U-Haft wirft Fragen auf

29.07.2016 • 20:42 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Einbrecher-Quartett wurde nur auf freiem Fuß angezeigt.

Schwarzach. (VN-pes) Es war ein ungewöhnlicher Einbruch, den am Mittwoch die Polizei meldete: Ausgerechnet in eine Vorsäß-Hütte in Andelsbuch waren vier Männer aus Georgien eingestiegen (wir berichteten). Sie wurden gestellt und angezeigt, blieben aber auf freiem Fuß.

Die Entscheidung, sie nicht in U-Haft zu nehmen, wirft jedoch Fragen auf. Denn die U-Haft stellt einerseits sicher, dass ein Täter letztlich auch vor Gericht erscheint, andererseits kann er erstmal nichts mehr anstellen, wenn er hinter Gittern sitzt. Die Entscheidung über U-Haft oder Freiheit trifft der jeweilige Staatsanwalt im Journaldienst, nachdem die Polizei ihm berichtet hat. „Der diensthabende Staatsanwalt fand eine Untersuchungshaft unverhältnismäßig“, erklärt auf Nachfrage Ursula Koller, Sprecherin der Behörde. Die Männer wollten möglicherweise nur in der Hütte übernachten. Doch laut Polizeibericht waren die Verdächtigen mit gestohlenem Kennzeichen am Auto angerückt und schafften Gegenstände nach draußen. Doch Koller bleibt dabei. Ein gestohlenes Kennzeichen anzubringen, sei zunächst einmal nur ein Urkundendelikt.

Bei der Polizei bestätigt man jedenfalls die Richtigkeit ihres Berichts. „Wir machen lediglich der Staatsanwaltschaft Meldung. Was sie dann entscheidet, ist ihre Sache“, stellt Polizeisprecherin Elisabeth Engelhardt klar.