Geisterfahreralarm im Pfändertunnel

31.07.2016 • 20:06 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die Asfinag reagiert prompt und veranlasste die sofortige Sperre des Tunnels. Foto: VN/Steurer
Die Asfinag reagiert prompt und veranlasste die sofortige Sperre des Tunnels. Foto: VN/Steurer

Ein 82-jähriger Schweizer wendete mitten in der Röhre.

Bregenz. Es ist der Albtraum vieler Autofahrer: Ein 82-jähriger Schweizer war in der Nacht auf Sonntag als Geisterfahrer im Pfändertunnel unterwegs. Der betagte Mann fuhr gegen 3.30 Uhr Richtung Deutschland, als er in der Mitte der Röhre plötzlich sein Fahrzeug wendete, um wieder Richtung Tirol zu fahren. Die Asfinag reagierte prompt und veranlasste die sofortige Sperre des Tunnels. Der Geisterfahrer konnte von der Polizei vor dem ebenfalls gesperrten City Tunnel gestoppt werden. Ein Alkotest verlief negativ. Der 82-Jährige rechtfertigte sich gegenüber den Beamten damit, dass er aus Ungarn gekommen sei und eigentlich in die Schweiz reisen wollte.

Kein Kavaliersdelikt

Bei einer Geisterfahrt handelt es sich keinesfalls um ein Kavaliersdelikt. Ein Geisterfahrer ist laut Gesetzt ein „…Kraftfahrer, der grob verkehrswidrig und rücksichtslos auf einer Autobahn oder einer Schnellstraße wendet, rückwärts oder entgegen der Fahrtrichtung fährt oder dies versucht“. Gemäß dem geltenden Recht machen sich Geisterfahrer der Gefährdung des Gemeinwohls schuldig.