„Wir wünschen uns noch viele Jahre“

31.07.2016 • 15:56 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Zum Jubelfest wünschen sich Erni und Heini Eiler noch viele schöne gemeinsame Jahre.  Foto: kl
Zum Jubelfest wünschen sich Erni und Heini Eiler noch viele schöne gemeinsame Jahre. Foto: kl

Dornbirn. Auf 50 glückliche und ereignisreiche Jahre blicken heute Erni und Heini Eiler zurück. Sie feiern ihren großen Tag mit den Kindern, Schwiegerkindern, drei Enkelinnen und einem Urenkelkind Mitte August, denn dann sind alle aus dem Urlaub zurück.

Erni Bettini stammt aus Treibach-Althofen in Kärnten, wo sie mit zwei Schwestern und einem Bruder schöne Kinder- und Jugendjahre erlebte. Ihre Eltern brachten das Geld für eine Lehrstelle nicht auf und so arbeitete Erni nach der Schule in einer Papierfabrik in Böckstein. Mit 19 Jahren kam sie nach Dornbirn und fand Arbeit bei der Firma Elastisana. Ein Zimmer in Heinis Haus vermittelte ihr die Firma.

Heini Eiler war fünf Jahre alt, als seine Eltern mit ihm und seinen vier Geschwistern von Müselbach nach Dornbirn übersiedelten. Er wuchs behütet auf und lernte Maschinenschlosser in Dornbirn-Haselstauden.

Gemeinsame Zukunft

Obwohl sich Erni und Heini sympathisch fanden, dauerte es doch ein Weilchen, bis es zwischen ihnen richtig funkte. Nach eineinhalb Jahren des Kennenlernens heirateten sie am 1. August 1966 im Standesamt Dornbirn. Nach einem schönen Fest im kleinen Kreis fuhren sie zu Ernis Eltern nach Kärnten in die Flitterwochen. Ein Umzug war nicht nötig, und so richteten sie sich in Heinis Elternhaus ihr eigenes kleines Reich ein. Bald hörte man auch Kinderlachen, denn nach Tochter Monika stellte sich Sohn Arnold ein, die beiden hielten die Eltern ordentlich auf Trab. Erni blieb zu Hause und kümmerte sich um den Haushalt und die Erziehung der Kinder. Heini verdiente als Maschinenschlosser bei der Firma Schelling den Lebensunterhalt für seine Familie.

Arbeitsreiche Jahre

Als die Kinder schulpflichtig wurden, ging Erni wieder arbeiten und war bis zur Pensionierung in der Buchdruckerei Wenin tätig. Öfters war sie auch auf sich allein gestellt, denn Heini war viel auf Montage, u. a. in Russland, Spanien und England, wo er beim Bau großer Anlagen dabei war.

Diese Auslandsaufenthalte haben bei ihm bleibende Eindrücke hinterlassen, und gerne erzählt er von dieser schönen, interessanten, aber auch anstrengenden Zeit. Mit 60 Jahren wechselte er in den wohlverdienten Ruhestand. Erholung fand die Familie bei den Verwandten in Kärnten, die regelmäßig besucht wurden. „Bei mir zu Hause haben wir uns richtig gut erholt, wir waren Schwammerl suchen, und Heini fand Anschluss beim dortigen Schützenverein“, erinnert sich die Jubilarin. Auch Griechenland war viele Jahre der Urlaubsfavorit der Jubilare.

Beim Schützenverein Dornbirn ist Heini ein aktives Mitglied, zahlreiche Pokale und Medaillen berichten von seinen Erfolgen. Fischen gehörte ebenfalls zu seinen Hobbys. Lesen und Fernsehschauen vertreibt Ernie die Zeit, wenn die Kinder oder Enkel, die ganz in der Nähe wohnen, nicht auf einen Sprung vorbeischauen. Ab und zu besucht Erni ihre Freundin Reinelde in Tirol, die auch gerne einmal bei ihr auf Besuch ist. Gemeinsam kümmern sich die Jubilare um den schönen Blumen- und Gemüsegarten, Erni meistert den Haushalt noch selbst und Heini hilft, wo er kann, er ist aber mehr für die gröberen Sachen zuständig.

Nach einem schönen Fest im Rathaus, zu dem Bürgermeisterin Andrea Kaufmann Jubilar-Hochzeiter jeden Monat einlädt, freuen sich Erni und Heini auf ihre Feier mit den Kindern. Sie wünschen sich für die Zukunft noch viele gemeinsame schöne Jahre und dass es den Kindern gut geht.

Standesamtliche Hochzeit am 1. August 1966.  Foto: privat
Standesamtliche Hochzeit am 1. August 1966. Foto: privat