Wo die Samina schön und richtig wild sein darf

Vorarlberg / 31.07.2016 • 18:41 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
An der Grenze stürzt die Samina als Wasserfall ins Tal.
An der Grenze stürzt die Samina als Wasserfall ins Tal.

Anspruchsvolle Energiewanderung durch ein ganz besonderes Naturjuwel.

frastanz. (VN-mm) „Du musst auf den Weg schauen!“ Ein ums andere Mal ermahnt Oma Hildegard ihren redseligen Enkel Benedikt. Es gibt aber auch so viel zu sehen, was den Buben interessiert. Doch die Worte der Großmutter waren gerechtfertigt. Denn diese VKW-Wanderung hatte es in sich. Da mussten die Teilnehmer nicht nur gut zu Fuß, sondern auch trittsicher und einigermaßen konditionsstark sein. Aber die noch weitgehend naturbelassene Landschaft des Saminatals entschädigte für die Mühen eines anstrengenden und heißen Tages.

Speichersee im Berg

Dafür startet das Unternehmen ganz locker. Mit Bussen werden die 120 VKW-Wanderer von Frastanz nach Steg oberhalb von Triesenberg gebracht. Dort wartet schon Betriebsleiter Stefan Volant, um den Besuchern den Werdegang der liechtensteinischen Kraftwerke zu erklären. Von 2011 bis 2015 erfolgte die komplette Erneuerung der Anlagen. Aus Umwelt- und Lärmschutzgründen wurde sogar ein Speichersee in den Berg gehauen. Der kleinere Speichersee in Steg hat sich unterdessen zu einem Naherholungsgebiet entwickelt.

Ausgesetzt und schmal

Hier beginnt auch die lange Wanderung durch das Saminatal. Der Fluss hat sich ein breites Bett gegraben. Er darf noch wild und ursprünglich sein. Links und rechts ragen steile Wiesen und bewaldete Felsen in die Höhe. Der Wanderweg ist schmal, teilweise ausgesetzt, aber dort, wo es nötig ist, gesichert. Zehn Kilometer lang zieht sich die Samina hinaus. Davon gehören zwei Kilometer zu Liechtenstein und acht zu Vorarlberg. Nach gut drei Stunden ist die Grenze erreicht.

Ab jetzt wird es gemütlicher. Der Steig mündet in einen breiten Güterweg. Und hier wird das kühle Nass des Bergbaches auch gerne zum Baden genutzt. Der letzte Teil der Tour führt von Amerlügen über Stock und Stein zu den E-Werken Frastanz, die die Wasserkraft der Samina im Unterlauf zur Stromgewinnung verwenden. Noch gelegener kommt nach rund sechs Stunden und gut 18 Wanderkilometern allerdings die kühle Erfrischung samt Jause, für die das Team der Energiefabrik schon gesorgt hat.

Klein und Groß mussten wirklich gut zu Fuß sein. Foto: vn/mm
Klein und Groß mussten wirklich gut zu Fuß sein. Foto: vn/mm
Wald, Wasser und Geröllhalden: Den VKW-Wanderern war auf ihrem langen Weg viel Abwechslung beschieden.  Foto: oliver lerch
Wald, Wasser und Geröllhalden: Den VKW-Wanderern war auf ihrem langen Weg viel Abwechslung beschieden.  Foto: oliver lerch

Die Serie „Energie für unser Leben“ ist eine redaktionell unabhängige Serie der VN mit Unterstützung von Illwerke VKW.