Altach schafft Platz auf Ortsfriedhof

Vorarlberg / 05.08.2016 • 19:40 Uhr / 4 Minuten Lesezeit

Vier neue Urnenwände und eine Verabschiedungshalle geplant. Kosten: 1,9 Millionen Euro.

Altach. (VN-doh, mima) Bereits vor zwei Jahren waren auf dem Altacher Friedhof schon über 90 Prozent der Urnennischen belegt. Zwei Drittel aller am Altacher Friedhof durchgeführten Bestattungen sind Urnenbeisetzungen. Es gibt also dringenden Handlungsbedarf in der Kummenberggemeinde. Als erster Schritt wurden im vergangenen Jahr mehrere Gruppen von Erdurnengräbern im Friedhof errichtet, wobei Segmente mit vier, sechs beziehungsweise acht Erdurnengräbern nicht belegte Erdgräber ersetzten. Eine Übergangslösung, wie Altachs Bürgermeister Gottfried Brändle erklärt.

Vor rund zwei Jahren erfolgte die Ausschreibung der Gemeinde für die Umgestaltung des Ortsfriedhofs. In Abstimmung mit Architekt Bernardo Bader, der den Entwurf erarbeitete, und den Vertretern der Pfarre wurden im März 2016 die Planungsarbeiten an die Architekten Ada und Reinhard Rinderer übertragen. Sie überarbeiteten das bestehende Konzept und konnten der Gemeindevertretung kürzlich die neuen Pläne überreichen. Die Pläne sehen die Neuerrichtung von vier Urnenwänden, den Bau einer neuen Verabschiedungshalle sowie die Neugestaltung der Eingangs- und der Wegbereiche einschließlich des Kirchplatzes vor. „Der Friedhof ist ein sensibler Bereich für eine Baustelle, es gibt aber großes Verständnis für die Notwendigkeit und mit dem Modell können wir zeigen, dass es eine deutliche Verbesserung geben wird“, so Brändle.

Umsetzung in Etappen

In zwei Etappen soll der Friedhof umgestaltet werden und den ersten Schritt will die Gemeinde „möglichst rasch“ setzen. 1,9 Millionen Euro wird der Umbau nach derzeitiger Schätzung kosten.  Bürgermeister Brändle hofft darauf, dass noch in diesem Jahr begonnen werden kann, die erste Urnenwand aufzubauen. Derzeit gilt es noch, Details bei der Materialwahl für Wände, Nischen und Belagsoberflächen abzuklären. Die Umsetzung soll dann in wenigen Wochen erledigt werden, da mit vorgefertigten Teilen gearbeitet wird. Begonnen wird mit der Urnenwand (A) bei der Kirche und zum Berkmannweg (Urnenwand B). In weiterer Folge ist auch der Austausch der bestehenden Urnennischen vorgesehen, welcher aber erst im Zuge der letzten Etappe in Angriff genommen wird. „Selbstverständlich wird dies im Einklang mit den jetzigen Grabberechtigten geschehen, wobei die Kosten von der Gemeinde getragen werden“, erklärt Brändle. Bis mit dieser Bauetappe begonnen wird, werde es aber noch ein wenig dauern. Denn für die Umgestaltung des neuen Eingangsbereichs müsse man auch die Pläne für die Gestaltung der L 55 und der Bushaltestelle berücksichtigen.

Ein weiterer Punkt in der Neugestaltung ist eine neue Verabschiedungshalle. Das bestehende Gebäude kann aufgrund des baulichen Zustands nicht mehr verwendet werden und soll durch eine neue Kapelle im Nahbereich der Pfarrkirche ersetzt werden. Damit soll  wieder die Möglichkeit geschaffen werden, dass sich die Trauernden von den Verstorbenen auch vor dem Begräbnis verabschieden können.

Die erste Urnenwand soll möglichst rasch realisiert werden.

Gottfried Brändle