1,36 Millionen Euro für den Schutz vor Naturgewalten

Vorarlberg / 16.08.2016 • 19:27 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Schutzbauten gegen Naturgefahren genießen im Land einen hohen Stellenwert. Foto: VN/Steurer
Schutzbauten gegen Naturgefahren genießen im Land einen hohen
Stellenwert. Foto: VN/Steurer

Lauernde Naturgefahren werden in Vorarlberg weiterhin konsequent verbaut.

Bregenz. (VN-tw) Die Landesregierung hat dazu erneut insgesamt rund 1,36 Millionen Euro bereitgestellt, die Mittel fließen in vier Projekte mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von mehr als 3,5 Millionen Euro. „Bei den Investitionen stehen der Schutz und die Sicherheit der Menschen im Land im Vordergrund“, betonen LH Markus Wallner (49, VP) und Landesrat Erich Schwärzler (63, VP).

Entlastung für Kommunen

Durch das gemeinsame Bemühen von Land, Gemeinden und Bund sollen bestehende Risiken und Gefahren für den Siedlungsraum, die Verkehrswege und die betriebliche Infrastruktur so gut wie möglich minimiert werden, sagte Wallner. Die Projekte würden wichtige Maßnahmen für den Lebensraum darstellen: „Die Unterstützung des Landes sorgt darüber hinaus für eine finanzielle Entlastung der Gemeinden.“

Kostenintensivstes Projekt

Das kostenintensivste Projekt wird im östlichen Stadtgebiet der Messestadt Dornbirn in die Tat umgesetzt. Dort wird weiter am hochwassersicheren Ausbau des Gerbergrabens gearbeitet. Die geplante Retentionsfläche könne dabei im überwiegenden Zeitraum auch als öffentlicher Naherholungsraum genutzt werden, fügte Schwärzler hinzu. „Das Projekt befindet sich bereits im dritten Bauabschnitt und soll den Schutz vor Hochwasser für weite Bereiche des Dornbirner Stadtgebiets sicherstellen. Bund, Land und Gemeinde investieren in den Bauabschnitt gemeinsam rund 1,6 Millionen Euro.“

Siedlungsraum weiter sichern

Kräftig in Schutzbauten investiert wird auch in der Vorderländer Gemeinde Weiler. „Im Ortsteil Halden ist es in der Vergangenheit immer wieder zu Überschwemmungen und Schäden an Gebäuden gekommen. Um den Siedlungsraum zu sichern, wird deshalb ein Entwässerungsprojekt umgesetzt. Das veranschlagte Investitionsvolumen der in zwei Teile gegliederten Baumaßnahmen beläuft sich für den Bauabschnitt BA01 insgesamt auf knapp 1,5 Millionen Euro“, rechnet Wallner vor.

Schutznetze gegen Steinschlag

In Klaus als Nachbargemeinde ist an einem Streckenabschnitt der Walgaustraße (L 50) die Errichtung von Steinschlagschutznetzen geplant. In der Stadt Hohenems soll ebenso ein Schutznetz oberhalb der Reutestraße, das durch Rutschungen und Murenabgänge beschädigt wurde, instandgesetzt und zusätzlich um 30 Meter verlängert werden. Außerdem soll dort ein Güterweg gesichert und wiederhergestellt werden.