Asylant und Betreuer in Wasserfällen ertrunken

18.08.2016 • 20:29 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die Unglücksstelle bei den Buchenegger Wasserfällen. Für die beiden Opfer im Alter von 17 und 31 Jahren kam jede Hilfe zu spät.  Foto: APA/Liss
Die Unglücksstelle bei den Buchenegger Wasserfällen. Für die beiden Opfer im Alter von 17 und 31 Jahren kam jede Hilfe zu spät. Foto: APA/Liss

Am Mittwochnachmittag kam es bei den Buchenegger Wasserfällen im Allgäu zu einem tragischen Unglück.

Oberstaufen. Eine zehnköpfige Gruppe von jugendlichen Flüchtlingen, die im Landkreis Oberallgäu untergebracht sind, unternahm am Mittwoch gemeinsam mit mehreren Betreuern eine Bergwanderung im Bereich Steibis, nur wenige Kilometer von Vorarlberg entfernt. Gegen 14 Uhr befand sich die Gruppe an den sogenannten Buchenegger Wasserfällen.

Nach aktuellem Ermittlungsstand befand sich ein 17-Jähriger aus der Gruppe am Rand der Wasserfälle.

Dabei kam er aus noch nicht geklärter Ursache zu Sturz, fiel vom Felsrand einige Meter nach unten und landete in dem unterhalb des Wasserfalls befindlichen Wasserbecken. Ein 31 Jahre alter Betreuer sprang darauf dem Verunglückten hinterher. Beide Personen tauchten anschließend nicht mehr aus dem Wasser auf. Zeugen verständigten umgehend die Rettungsleitstelle.

Die kurz darauf eintreffenden Rettungskräfte, unter anderem Taucher des Rettungsdienstes, konnten beide Personen nur noch leblos aus dem Wasser bergen. Der Jugendliche und der 31-Jährige aus dem Landkreis Oberallgäu waren bereits ertrunken.

Zwei nicht zu dieser Gruppe gehörende Männer sprangen vor dem Eintreffen der Rettungskräfte ebenfalls ins Wasser, um den Verunglückten zu Hilfe zu kommen. Sie konnten sich eigenhändig ans Ufer retten.

Ein 23 Jahre alter Helfer aus München blieb dabei unverletzt. Der zweite Mann musste mit leichten Unterkühlungen ins Krankenhaus gebracht werden.