Ferienjob-Vielfalt im Land geboten

Vorarlberg / 19.08.2016 • 19:19 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Lukas Tarabochia ist als Briefzusteller bei der Post tätig. Foto: VN
Lukas Tarabochia ist als Briefzusteller bei der Post tätig. Foto: VN

Vorarlberger Schüler und Studenten arbeiten in den Sommer- und Semesterferien.

Hard. (VN-jun) Die Tret-, Elektro- und Motorboote liegen in Reih und Glied im Harder Binnenbecken. Über einen Steg gelangen Gäste zum Bootsverleih. Cristina Ammann (25) vermietet gerade ein Tretboot mit Rutsche an zwei Frauen mit Kindern. Die Dornbirnerin ist Architekturstudentin und arbeitet wie viele andere Schüler und Studenten während der Ferien.

Ob bei der Bootsvermietung, als Servicekraft, Badeaufsicht, Eisverkäufer, Briefzusteller oder Babysitter – die Liste der angebotenen Ferienjobs ist lang. Über 1000 Stellen wurden diesen Sommer von 276 Vorarlberger Firmen in der Aha-Ferienjobbörse ausgeschrieben.

Hier fand auch Ammann ihren Job. Beim Bootsverleih Hard arbeitet die 25-Jährige bereits seit Ende Juni für insgesamt acht Wochen. „Es ist ein angenehmer Job. Ich bin an der frischen Luft, habe mit Leuten zu tun und kann mich gleichzeitig sonnen“, sagt sie. Jeden Morgen säubert sie die Boote, kontrolliert Akku und Benzin der Gefährte und bereitet alles für die Gäste vor. „Ich kassiere die Gebühr ab, notiere die Verleihzeiten, gebe den Kindern Schwimmwesten mit und helfe den Gästen beim Ein- und Aussteigen“, informiert die Studentin. Für sie ist es heuer nicht der erste Ferienjob. Schon seitdem sie 15 Jahre alt ist, arbeitet Ammann in der Sommerzeit. Unter anderem war sie in Bäckereien tätig. „In unserer Familie ist es üblich, dass man ab 15 Jahren in den Ferien arbeitet. Es ist auch fein, selbst etwas Geld zu verdienen“, meint Ammann.

Fleißige Ferienjobber

Auch Lukas Tarabochia (23) aus Bregenz hat schon mehrere Ferienjobs verrichtet. Während seiner Schulzeit arbeitete er bereits beim Bauhof und den Bregenzer Festspielen. Heuer ist der Student zum ersten Mal bei der Post tätig. Mit dem Fahrrad stellt er Briefe und Pakete zu. „Die ersten zwei Wochen waren anstrengend. Da habe ich für das Austragen sehr lange gebraucht“, so der Student. Für ihn spielt nicht nur das Geldverdienen bei einem Ferienjob eine Rolle: „Ich finde es interessant, bei verschiedenen Jobs Einsicht in die Arbeitsabläufe zu bekommen.“

Sarah Madlener (18) aus Thüringen ist frischgebackene Maturantin und jobbt diesen Sommer als Servicekraft im Alpengasthof Gamperdona in Nenzing. „Ich richte die Zimmer her, serviere Essen und Trinken und kümmere mich um die Wäsche“, erzählt sie. Für Madlener ist es bereits der fünfte Ferienjob. „Es ist einfach eine gute Beschäftigung. Bei neun Wochen Ferien würde mir sonst langweilig werden. Zudem lernt man durch einen Ferienjob den Wert des Geldes viel mehr zu schätzen.“

Cristina Ammann jobbt beim Bootsverleih Hard und vermietet dort unter anderem Tretboote mit Rutsche. Foto: VN/Paulitsch
Cristina Ammann jobbt beim Bootsverleih Hard und vermietet dort unter anderem Tretboote mit Rutsche. Foto: VN/Paulitsch