Mysteriöser Autobrand führt nun zum Prozess

23.08.2016 • 20:30 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Es wurde zu einem aufsehenerregenden Fall: Ein Smart wurde vom Besitzer hoch oben in den Alpen mit einem Feuerzeug angezündet. Foto: epa
Es wurde zu einem aufsehenerregenden Fall: Ein Smart wurde vom Besitzer hoch oben in den Alpen mit einem Feuerzeug angezündet. Foto: epa

Memmingen. Ein vermutlich psychisch kranker Mann, der hoch oben in den Allgäuer Alpen sein Auto angezündet haben soll, steht seit Dienstag vor Gericht. Dem 31-Jährigen werden mehrere Straftaten vorgeworfen, unter anderem Diebstahl und Sachbeschädigung in zahlreichen Fällen sowie vorsätzliche Brandstiftung an einem Quad. Das Anzünden des Autos wird ihm von der Anklage nicht zur Last gelegt. Zu Beginn der Verhandlung vor dem Landgericht Memmingen räumte der Beschuldigte die Vorwürfe ein. Nach jahrelangem Drogenkonsum habe er zur Tatzeit Wahnvorstellungen gehabt und „Strahlungen von oben empfangen“, wie er sagte.

Der ungewöhnliche Fall hatte im November bundesweit Aufsehen erregt. Ein Wanderer hatte das Autowrack bei Oberstdorf auf etwa 1400 Metern Höhe in einem trockenen Bachbett gefunden.

Von dem Besitzer fehlte zunächst jede Spur. Wie der Mann mit seinem Kleinwagen durch das unwegsame Gelände dorthin kam, ist noch unklar.

Verhandlung vertagt

Das Gericht muss in dem Prozess klären, ob der Mann wegen seiner Krankheit schuldunfähig ist und dauerhaft in einer Psychiatrie leben muss. Am nächsten Dienstag (30. August) ist noch ein Verhandlungstag angesetzt.

Die VN berichteten am 13. November 2015.
Die VN berichteten am 13. November 2015.