Hilfe beim Plakatieren gesucht

Vorarlberg / 26.08.2016 • 20:48 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Das Präsidententrio stimmt mobil per Knopfdruck ab. Foto: APA
Das Präsidententrio stimmt mobil per Knopfdruck ab. Foto: APA

Geld sparen. Der neuerliche Präsidentschaftswahlkampf zwischen Alexander Van der Bellen (72) und Norbert Hofer (45) stellt die Grünen finanziell vor Herausforderungen. Neben Spenden sind die Grünen auf ordentlich Manpower (und Womanpower) angewiesen. Um ihre Sympathie auszudrücken, können Fans T-Shirts und Sticker auf einer Webseite namens „fanderbellen“ ordern. Per E-Mail warb Vorarlbergs Parteichef Johannes Rauch (57) um Hilfe: „Aus Kostengründen werden wir erstmals größtenteils selbst plakatieren. Du kannst uns bei der Plakatierung unterstützen.“ Vielleicht auch Martin Ohneberg (45), Chef der hiesigen Industriellenvereinigung? Zumindest klickte er bei Van der Bellens Wahlplakaten bei Facebook auf „gefällt mir“. Die Grünen würden sich über Hilfe beim Plakatieren freuen.

 

Weihnachtsstimmung. „Zukunftsorientiert“ – ein Prädikat, das sich viele Gemeinden auf die Fahnen heften wollen. Auch in Mäder denkt man an die Zukunft. Während Vorarlberg die voraussichtlich letzten Tage des Hochsommers genießt, ist Bürgermeister Rainer Siegele (58) gedanklich schon beim Christkind und auf der Suche nach einem Weihnachtsbaum für die Gemeinde. Sogar schon seit März wirbt die Gemeinde auf der Homepage um Anmeldungen von Standbetreibern für den Christkindlmarkt am 26. November. Und seit einer Woche sucht man eben auch einen Weihnachtsbaum. Sollte jemand einen Nadelbaum im Garten stehen haben, welcher mittlerweile zu groß geworden ist, so könne er dies im Gemeindeamt melden – 05523 52860-10. Das Fällen und die Entsorgung würden selbstverständlich von der Gemeinde bezahlt.

 

appstimmung. Österreichs Präsident besteht derzeit bekanntlich aus drei Personen: den Nationalratspräsidenten Doris Bures (SPÖ, 54), Karlheinz Kopf (ÖVP, 59) und Norbert Hofer (FPÖ, 45). Nun residiert das Trio nicht gemeinsam. Weder wohnen die drei zusammen, noch teilen sie sich im Sommer ein Büro. Etwas zu beschließen ist entsprechend schwierig – doch in Zeiten mobilen Internets kein Problem. Zu jedem von der Präsidentschaftskanzlei vorgelegten Akt erhalten die drei eine Benachrichtigung per Mail mit einem passwortgeschützten Link. Dort kann der Präsident elektronisch seine Zustimmung oder Ablehnung bekunden. Es gilt das Mehrheitsprinzip. „Es funktioniert bestens, egal wo man ist“, resümiert Kopf. So kann er seinen präsidialen Verpflichtungen auch in der Heimat nachkommen.

 

Sommerpause. Die Neos haben diese Woche bereits Anfragen im Landtag eingebracht und damit die politische Sommerpause für alle beendet. Sabine Scheffknecht (38) und Martina Pointner (34) wollten ihre Anfrage zu den Luxuspensionen eine Woche früher stellen – sahen davon aber ab. Aus dem Landtagspräsidium von Borghild Goldgruber-Reiner (46) soll der Tipp gekommen sein, noch eine Woche zu warten. Das Duo würde sich keine Freunde machen, wenn in der Sommerpause Anfragen gestellt werden.

Zitate der Woche

Grenzen sind die schlimmste Erfindung, die Politiker je gemacht haben.

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker

 

Statistik ist nicht das richtige Mittel, wenn wir sie selbst veröffentlichen. 70 Prozent glauben uns nicht.

Innenminister Sobotka (VP)

 

Ich bin der Meinung, dass das Verhalten einzelner Regierungskollegen eher dem Verhalten von Oppositionspolitikern entspricht.

Kanzleramtsminister Drozda (SP) rügt Außenminister Kurz (VP)

 

Wenn ich eine Burka tragen will, kann ich eine tragen – und aus.

SJ-Chefin Julia Herr