Viel Rauch um einen Wälder Jugendraum

26.08.2016 • 18:10 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Derzeit wird mit den Jugendlichen an einem neuen Konzept für den Jugendraum KIBA gearbeitet. VN/Steurer
Derzeit wird mit den Jugendlichen an einem neuen Konzept für den Jugendraum KIBA gearbeitet. VN/Steurer

KIBA Lingenau vorübergehend geschlossen – wegen unerwünschter Gäste von außerhalb.

Lingenau. (VN-ger) Es wurde vieles versucht, doch schlussendlich hatten die Gerüchte überhandgenommen und die Gemeinde sah nur eine Lösung: Auf Empfehlung der Offenen Jugendarbeit Bregenzerwald (OJB) und der Polizei wurde der Jugendraum KIBA in Lingenau vorübergehend geschlossen – obwohl das eigentliche Problem mit dem Jugendraum selbst überhaupt nichts zu tun hatte, wie Bürgermeisterin Annette Sohler betont. Mit anderen Worten: Besucher von außerhalb hatten auf dem Areal Marihuana versteckt und auch dort konsumiert. Nachdem die Polizei und die OJB regelmäßig vor Ort waren, seien die Kiffer zwar verschwunden, doch der schlechte Ruf ist geblieben.

Eigendynamik

„Das Problem selber war relativ klein. Die Dynamik ist zum Problem geworden“, erläutert Jugendkoordinatorin Agnes Hollenstein von der OJB. Den Jugendlichen sei viel angedichtet worden, das gar nicht der Wahrheit entsprach. „Und jeder dichtet noch ein Schäufelchen dazu.“ Mit der Schließung wollte man laut Hollenstein ein deutliches Zeichen setzen und den Neustart klar sichtbar machen. Begleitend von der OJB wird nun an einer Neustrukturierung des Jugendraums und an einem neuen Konzept  gearbeitet. Anfang September ist die erste Sitzung geplant. Dabei soll auch eruiert werden, was es braucht, „damit die Öffentlichkeit weiß, dass sich das KIBA-Team und die Gemeinde klar davon distanziert“, führt die Jugendkoordinatorin aus. Bürgermeisterin Annette Sohler jedenfalls ist guter Dinge, dass der Neustart gelingt: „Es ist schon wieder ein Team bereit, ehrenamtlich zu starten. Es ist schön, dass die Jugendlichen wieder neu anfangen. Sie haben wirklich gut gearbeitet.“

Es ist schon wieder ein Team bereit, neu zu starten.

Bgm. Annette Sohler