Zwiespältige Bilanz des Alpenschutzvereins

Vorarlberg / 28.08.2016 • 19:19 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Das Team der Aktion „Saubere Alpen – Saubere Gewässer“ beim Einsatz am Harder Bodenseeufer. Foto: Alpenschutzverein
Das Team der Aktion „Saubere Alpen – Saubere Gewässer“ beim Einsatz am Harder Bodenseeufer. Foto: Alpenschutzverein

Der Alpenschutzverein sammelte 15.000 Liter Müll in sechs Wochen.

Dornbirn. (VN) Der Vorarlberger Alpenschutzverein führt seit den 70er-Jahren die Aktion „Saubere Alpen – Saubere Gewässer“ durch. Hauptaktivitätszeitraum sind dabei die Sommermonate, in denen erfahrungsgemäß die meisten Abfälle anfallen. Die Bilanz des diesjährigen Einsatzes fällt zwiegespalten aus. Zwar hätten die Wander- und Tourengebiete wie in den Vorjahren einen positiven Eindruck hinterlassen, erklärt der Alpenschutzverein in einer Aussendung. Aber die Freizeitgewässer und Hauptverkehrswege „boten ein abstoßendes Bild“, heißt es weiter. So seien Abschnitte des Bodenseeufers bei Hard, Bregenz und Lochau, der Bregenzerach und Dornbirnerach sowie der Alte Rhein bei Hohenems und Lustenau „von einer immensen Vermüllung betroffen. Im Zuge des Säuberungseinsatzes am Alten Rhein bei Hohenems fiel auf, dass die Schweizer Seite weitaus weniger verschmutzt war als die Uferbereiche auf Vorarlberger Seite“, schreibt der Alpenschutzverein und führt weiter aus: „Von massiven Vermüllungstendenzen betroffen waren auch verschiedene Straßenabschnitte. Darunter die Bregenzerwaldstraße, die Bödelestraße, die Laternserstraße und die Walgaustraße.“

Müll im Naturschutzgebiet

Mitte August machte sich das Team mit neun Trekking-Booten im Natura 2000-Gebiet der Bregenzerachschlucht ans Werk. Zwei Autoanhänger voller Müll sammelten die Aktivisten. Insgesamt fanden von Anfang Juli bis Mitte August 70 Einsätze statt. 15.000 Liter Müll sammelten die zehn Mitarbeiter ein. Die Aktion „Saubere Alpen – Saubere Gewässer“ wurde in den 70er-Jahren von Lothar Petter initiiert.