Augenblicke in Dornbirn

Vorarlberg / 29.08.2016 • 19:52 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Der Künstler arbeitet am liebsten direkt vor Ort.  Foto: lag
Der Künstler arbeitet am liebsten direkt vor Ort.  Foto: lag

Vielfalt der Industriebauten als Inspiration für den Künstler Gerhard Winkler.

dornbirn. (lag) In der Industriezone Dornbirn Nord trifft man ihn wieder, Gerhard Winkler. Das satte Licht des späten Nachmittags inspiriert ihn zu einem besonders lebendigen Pinselstrich. Konzentriert setzt er die leuchtenden Ölfarben auf die Leinwand, behütet von einem Schirm, der einst Blaumaler Alfons Luger vor der gleißenden Sonne schützte.

Winkler versucht die Veränderung der Stadt festzuhalten, die für die meisten dort lebenden Menschen zur Normalität geworden ist. Mit Kränen, Baufahrzeugen und einigen halbfertigen Stahlbetonstreben thematisiert er den ständigen Verlust an Natur und die zunehmende Verbauung freier Grünflächen. Er spiegelt weder die Auffassung eines idyllisch industrielosen Rheintals, noch die zukunftspessimistische Vorstellung des Großraumes Dornbirn voll Smog und grauer Blöcke. Es ist eine Variation der beiden Wahrnehmungen.

Viele dieser Bilder haben bereits einen Niederschlag in einem neuen Buch gefunden, das im Spätherbst erscheint.