Jugend für das Leben organisierte eine Plakataktion auf einer Brücke

Vorarlberg / 29.08.2016 • 21:04 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Jugendliche wiesen mit einer Plakataktion auf einer Hängebrücke auf ihr Anliegen hin.   Foto: Klara Broucek
Jugendliche wiesen mit einer Plakataktion auf einer Hängebrücke auf ihr Anliegen hin.  Foto: Klara Broucek

Pro Life Marsch 2016. Jugendliche marschieren für das Leben. Jetzt sind sie in Vorarlberg angekommen.   

Innsbruck, Bregenz. (VN) Am Sonntag war Halbzeit des „Pro Life Marsch“ von Innsbruck nach Bregenz. Seit Samstag letzter Woche marschierten einige Dutzend Jugendliche durch den Westen Österreichs, um die Landesregierungen in ihrem Standpunkt zu bestärken, keine Abtreibungen an öffentlichen Krankenhäusern zu erzwingen. Die Resonanz der Bevölkerung sei bisher überwiegend positiv, betont Carina Eder, Pressesprecherin der Jugend für das Leben. Vor dem Überschreiten der Landesgrenze nach Vorarlberg fand am Samstag eine Plakat­aktion auf einer Hängebrücke in Holzgau statt. Die Jugendlichen ließen ein riesiges Plakat von der Brücke hinunter mit der Aufschrift „Abtreibung in Tirol? Nein danke. Es gibt immer eine Alternative“. Die Marschteilnehmer wollten damit die Tiroler Regierung in ihrem Standpunkt bestärken, keine Abtreibungen an öffentlichen Spitälern einzuführen. „Absichtliche Tötungen von vorgeburtlichen Kindern gehören nicht zur Gesundheitsvorsorge“, unterstrichen die Jugendlichen. Die Alternativen zur Abtreibung hingegen, etwa konkrete Unterstützungsangebote für Frauen und ihre Familien, würden zu einer menschlichen, gesunden und stabilen Gesellschaft beitragen. Die Jugendorganisation ist überzeugt: „Soziale Gerechtigkeit beginnt im Mutterleib.“ Nachdem die Jugend für das Leben zum Auftakt eine überkonfessionelle Veranstaltung in Innsbruck organisiert hatte, führte die Route zu Fuß über Inzing, Mieming, Ehrwald, Weißenbach am Lech und Elbigenalp. In Weißenbach am Lech zelebrierte Weihbischof Laun eine Messe zum Schutz der vorgeburtlichen Kinder. Außerdem gab es Plakataktionen, Vorträge und viele Gespräche mit der Bevölkerung.

Grußwort von Bischof Elbs

Auch in Vorarlberg werden diese Woche zahlreiche Veranstaltungen stattfinden. Nachdem schon Kardinal Schönborn eine Empfehlung zum Pro Life Marsch abgegeben hatte, hat nun auch Bischof Benno Elbs den Jugendlichen beim Übertritt nach Vorarlberg ein Grußwort zukommen lassen: „Als Christen ist es unsere Pflicht, diese schwerwiegende Verletzung der menschlichen Würde aufzuzeigen und uns für ein lebensförderndes Klima in unserer Gesellschaft einzusetzen.“ Weiters schreibt er in Bezug auf die Haltung der Vorarlberger Landesregierung, keine Abtreibung in öffentlichen Spitälern einzuführen: „Besonderen Dank sage ich für euren Einsatz, die Landespolitiker Vorarlbergs zu stärken, ihre lebensbejahende Politik fortzusetzen!“

Wir müssen uns für ein lebensförderndes Klima einsetzen.

Bischof Benno Elbs