Volkshilfe unterstützt mit Schulstartaktion

29.08.2016 • 19:04 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Die Aktion ist ein Beitrag zur Bekämpfung der Kinderarmut in Vorarlberg.

bregenz. Österreichweit sind rund 300.000 Kinder und Jugendliche armutsgefährdet. 380.000 sind nicht nur armuts-, sondern dazu auch noch ausgrenzungsgefährdet. Diese alarmierenden Zahlen nimmt die Volkshilfe Vorarlberg zum Anlass, auch diesen Herbst wieder jedes schulpflichtige Kind einer einkommensarmen Familie zu unterstützen. Zu 50 Euro teilt die Volkshilfe auch Gutscheine der Papier- und Schreibwaren-Handelskette Libro aus.

„Bildung ist ein zentrales Kriterium für die Überwindung von Armutslagen“, sagt Annegret Senn, Landesvorsitzende der Volkshilfe Vorarlberg. „Gerade für einkommensschwache Familien werden aber kinderrelevante und altersgerechte Bücher, Förderkurse, Unterstützung bei Legasthenie oder bezahlte Nachhilfe zu unfinanzierbaren Notwendigkeiten.“

Das Sozialbarometer der Volkshilfe belege auch, dass von den Eltern, die für ihr Kind eine bezahlte Nachhilfe in Anspruch nehmen, knapp die Hälfte angaben, dadurch finanziell sehr stark oder spürbar belastet zu sein, informiert Senn weiter. „Für ein weiteres Viertel der Eltern bedeuten diese Kosten zumindest eine gewisse Belastung. Aus diesem Grund können sich viele Eltern keine Nachhilfe für ihre Kinder leisten.“ Jede zusätzlich nötige beziehungsweise privat finanzierte Nachhilfe bedeute somit eine weitere Benachteiligung für Kinder aus einkommensschwächeren Familien.

Mehr Engagement gefordert

Infolgedessen fordert Annegret Senn verstärktes Engagement in der Bildungspolitik. „Aus Sicht der Volkshilfe bieten eine flächendeckende, kostenlose, verschränkte Ganztagsschule, in der Unterricht, Lern- und Freizeit einander abwechseln, die besten Voraussetzungen, Kinderarmut nachhaltig zu bekämpfen“, sagt die Landesvorsitzende.

Anträge können ab sofort telefonisch oder persönlich bei der Volkshilfe Vorarlberg, Anton-Schneider-Straße 19, Bregenz, 05574/48853, angefordert werden.

Bildung ist ein zentrales Kriterium für Armutsüberwindung.

Annegret Senn