Zum Gedenken

Vorarlberg / 29.08.2016 • 18:04 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Walter Vogel

Lustenau. In einem berührenden Auferstehungsgottesdienst, mitgestaltet von „seiner“ Concordia, nahm eine große Trauergemeinde Abschied

von Walter Vogel, der nach langer Krankheit

am 25. Juli verstorben ist. Bis zu seinem Tod wurde er liebevoll begleitet und betreut, vor allem von seiner Frau Trudi, seiner Schwiegertochter Annemarie und Enkelin Lisa sowie von treuen Pflegerinnen.

Geboren wurde Walter Vogel am 13. Juni 1934 als erstes der vier Kinder des Ehepaars Mina und Hermann Vogel („Käsars“). Er wuchs in der Rheindorferstraße auf und besuchte nach der Pflichtschule die Handelsschule. Seine erste Arbeitsstelle fand Walter in der Blusenerzeugung Rudolf Hagen und trat dann in die Stickereifirma Julius Ott ein. Als Allrounder kümmerte er sich um alles, angefangen vom Verkauf bis zum Versand, und war dank seines Fleißes und seiner umsichtigen Art namhaft am Erfolg des Unternehmens beteiligt. Er blieb der Firma bis zur Pensionierung treu.

Privat fand „Käsars“ Walter sein Glück, als er Trudi Mayer aus Götzis anlässlich eines Musikfests kennenlernte. 1956 heirateten sie, und die Söhne Kurt und Heinz stellten sich ein. 1964 konnten sie ihr stattliches Eigenheim an der Rheindorferstraße beziehen, und sechs Jahre später machte Sohn Stefan die Familie komplett. Der Musik galt die zweite Liebe des Verstorbenen, schon als Bub kam er zum MV Concordia und konnte später, als erfahrener Musikant, viel Applaus und Anerkennung als ausgezeichneter Solotrompeter ernten. Von 1967 bis 1980 leitete Walter Vogel als Obmann des Vereins dessen Geschicke auf seine väterliche und besonnene Weise. Zusammen mit seiner Frau erwarb Walter vor vielen Jahren ein Haus in St. Gallenkirch, wo sie viele Gäste beherbergten. Hier konnte er auch seinen liebsten Hobbys, dem Wandern und Skifahren, frönen. In seinen letzten Lebensjahren wurde es infolge seiner Erkrankung still um Walter Vogel, und der einzige positive Aspekt dabei war die Tatsache, dass er den Tod seines ältesten Sohnes nicht mehr wirklich wahrnehmen konnte.

Seine Familie, zu der sich fünf Enkelkinder und ein Urenkel hinzugesellten, trauert um den lieben Mann, Vater und Opa, und ein letztes Mal erklang für ihn das legendäre „Il Silenzio“, das er selbst einst so vortrefflich spielte.