Nach der Matura ist vor der Matura

Vorarlberg / 31.08.2016 • 19:26 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die schriftliche Zentralmatura fiel an Vorarlbergs höheren Schulen heuer sehr schlecht aus. Foto: VN/Hofmeister
Die schriftliche Zentralmatura fiel an Vorarlbergs höheren Schulen heuer sehr schlecht aus. Foto: VN/Hofmeister

Nach den bescheidenen Ergebnissen von heuer will man die richtigen Schlüsse ziehen.

Bregenz. (VN-hk) Es ist womöglich etwas ungerecht, sich auf die negativen Ausreißer zu konzentrieren. Aber die Tatsache schmerzt nach wie vor: Über 30 Prozent aller Vorarlberger AHS-Schüler schrieben bei der schriftlichen Zentralmatura heuer in Mathematik einen Fleck. Auch in den anderen Klausurfächern glänzten die Vorarlberger Kandidaten ganz und gar nicht. Darüber nur zu jammern, nützt nichts. Das weiß niemand besser als Freddy Wittwer (38), Leiter der ARGE Mathematik.

Orientierung an Positivem

„Wir sind bereits dran, uns für das kommende Matura-jahr vorzubereiten“, sagt der Montafoner, der selber am BG Bludenz Mathematik unterrichtet.

Schon unmittelbar nach der Bekanntgabe der mageren Resultate gab es ein Treffen mit den Fachvertretern und Direktoren der Schule. Motto: die positiven Ausreißer in den Mittelpunkt stellen und schauen, was die richtig gemacht haben. „Es hat ja keinen Sinn, sich zu lange damit zu befassen, was nicht geklappt hat. Wir müssen die Sache positiv angehen“, betont Wittwer. Jeder einzelne Standort werde nach diesen Richtlinien unter Berücksichtigung seiner Besonderheiten überprüft und mit einer entsprechenden Strategie versehen.

Wichtig sei festzulegen, was man schnell umsetzen könne, um schon für die Matura 2017 die Voraussetzungen entsprechend zu verbessern. „Wir müssen uns auch darüber klar werden, was für Schulungen wir eventuell für die Maturavorbereitungen der Lehrer brauchen – und auch wo wir diese Schulungen machen“, hat Wittwer klare Vorstellungen. Und er ergänzt: „Wir müssen auch einen Service bieten für alle Mathelehrer, die mit Fragen und Wünschen im Zusammenhang mit der Zentralmatura an uns herantreten.“

Auge auf Übergänge

Laut Wittwer dürfen auch mittelfristige Maßnahmen nicht aus den Augen verloren werden. „Wir müssen die Übergänge von der Unterstufe in die Oberstufe unter die Lupe nehmen, um so eine möglichst effiziente Langzeitvorbereitung auf die Matura zu ermöglichen.“ Insgesamt sieht der Mathematiklehrer das Fach überbewertet. „Es kann sich doch nicht alles nur um dieses Fach drehen“, meint Wittwer. Vorbehaltlos ist der ARGE-Leiter für die Veröffentlichung der Matura-Ergebnisse der einzelnen Standorte. „Die entstehenden Gerüchte und Spekulationen bei Nicht-Bekanntgabe der Ergebnisse können viel anrichten.“

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