Die Familie ist unser Ein und Alles

Vorarlberg / 05.09.2016 • 18:23 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Im Gasthaus Mohren feierten Edith und Dr. Edwin Schöch die diamantene Hochzeit mit der Familie.  Foto: kl
Im Gasthaus Mohren feierten Edith und Dr. Edwin Schöch die diamantene Hochzeit mit der Familie. Foto: kl

Rankweil. Auf 60 glückliche, arbeitsreiche und interessante Jahre blicken Edith und Dr. Edwin Schöch an ihrem diamantenen Hochzeitsjubiläum zurück. Dafür haben sie bei einer Messe in der Basilika ihren Dank ausgesprochen und anschließend mit der Familie im Gasthaus Mohren ein schönes Fest gefeiert.

Edith, geb. Rauch, wuchs behütet in Rankweil auf. Nach Volksschule und Handelsschule im Institut St. Josef arbeitete sie ein Jahr und besuchte anschließend auf Anraten ihres Vaters die LBA, wo sie zur Hauswirtschafts- und Handarbeitslehrerin ausgebildet wurde. „Es war für mich oft eine Herausforderung, zu Fuß oder mit dem Fahrrad von Brederis nach Frastanz zur Schule zu kommen“, erinnert sie sich. Mit ihren Schülerinnen, die nur wenig jünger waren, verstand sie sich gut. Edwin Schöch, ebenfalls aus Rankweil, besuchte die Volksschule und das Gymnasium sowie die Oberschule für Jungen, von der er mit 15 Jahren zur Heimatflak nach Innsbruck einberufen wurde. Von 1948 bis 1953 studierte er an der Tierärztlichen Hochschule in Wien und trat somit in Vaters Fußstapfen, der eine Tierarztpraxis in Rankweil führte.

Verliebt, verlobt, verheiratet

Ediths und Edwins Familien kannten sich gut und haben sonntags oft gemeinsam etwas unternommen. So wurde mit der Zeit aus ihrer Freundschaft Liebe. „Die erste Zeit, in der Edwin in Wien studierte, haben wir uns geschrieben und uns ein Jahr vor der Hochzeit verlobt und damit begonnen, unsere Existenz zu planen“, erklärt Edith. Am 6. September 1956 heirateten sie in der Heilig-Kreuz-Kirche in Bludenz und feierten anschließend im kleinen Kreis in Schruns. Edwins Vater lieh ihnen sein Auto für eine Flitterwoche nach Kärnten, und als Draufgaben lernte Edith im Faaker See mit Edwins Hilfe schwimmen. Das neu erbaute Haus an der Stiegstraße wurde das Zuhause des frisch vermählten Paares und Edwins Eltern. Nach dem plötzlichen Tod seines Vaters ein halbes Jahr später lastete die ganze Verantwortung für die Tierarztpraxis auf Edwins Schultern. „Der Anfang war hart“, erinnert sich Dr. Schöch, der auch Operationen, wie Kaiserschnitte bei Großvieh, vornahm. Später haben wir uns dem Trend angepasst, einen Röntgenapparat angeschafft, ich habe mich durch angebotene Fortbildungskurse in Wien auf Kleintiere spezialisiert und zusammen haben wir erfolgreich eine Kleintierpraxis geführt.“ 40 Jahre war Dr. Schöch Gemeindetierarzt und erhielt den Titel Veterinärrat. Edith war ihm nicht nur eine große Hilfe in der Praxis, sie erzog die drei Kinder, Andrea, Gerhard und Günter, auch zu verantwortungsvollen Erwachsenen.

Weitgereist und sportlich

Durch den Besuch der Welttierärztekongresse bereiste das Paar fast die ganze Welt und knüpfte viele freundschaftliche Kontakte. Besuche bei Edwins Bruder in Kapstadt und dann in Australien sowie Schiffsreisen sind in guter Erinnerung. Heute schätzen beide kürzere Reisen, Golfen und die Gartenarbeit, und im Winter fährt Dr. Schöch mit Begeisterung Ski. Sein technisches Verständnis löst zudem manches Problem im Haushalt.

Beiden geht es sehr gut und die Besuche der Kinder, sieben Enkel- und drei Urenkelkinder machen ihnen viel Freude. Sohn Günter wohnt im oberen Stock des Hauses, und er und seine Kinder sind da, wenn Hilfe benötigt wird. Die Familie bedeutet den Jubilaren alles, und so organisieren sie alle zwei Jahre ein Familientreffen, auf das sich alle freuen.

Hochzeitstag am 6. September 1956.  Foto: privat
Hochzeitstag am 6. September 1956. Foto: privat