Zum Schutz der Schützlinge mit nicht mehr als 30 Sachen

Vorarlberg / 09.09.2016 • 20:14 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Bereits sieben Vorarlberger Volksschulen haben das KfV-Pilotprojekt „Aktion Tempo 30“ umgesetzt.

Schwarzach. (VN-gs) Kommenden Montagmorgen wird sich das Bild auf Vorarlbergs Straßen ändern. Es ist Schulanfang, und Tausende Schützlinge werden auf ihrem Weg in den Ernst des Lebens die Gehsteige und Schutzstreifen bevölkern.

Nicht ablenken lassen

Wie jedes Jahr appellieren die VN mit ihrer Aktion „Denk dran – Schulanfang“ mit Plakaten in ganz Vorarlberg an das Bewusstsein der Kfz-Lenker, ihr besonderes Augenmerk auf die Sicherheit der Schüler zu richten. Weg vom Gas im Bereich der Schulen und höchste Konzentration, denn Ablenkung ist die Ursache Nummer eins bei Schulwegunfällen, wie die Statistik zeigt.

So waren im vergangenen Jahr für 18 von 35 Unfällen mit verletzten Schülern Ablenkung und Unachtsamkeit verantwortlich. An zweiter Stelle standen mit fünf Fällen Vorrangverletzungen. Insgesamt ging die Zahl von Schulwegunfällen im Vergleich zu den vergangenen Jahren deutlich zurück. Und damit sich dieser Trend fortsetzt, startete das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) im Jahr 2015 das Pilotprojekt „Aktion Tempo 30 vor Schulen“.

Im Herbst des Vorjahres hatten sich in Vorarlberg acht Volksschulen an der Aktion angemeldet, zum aktuellen Zeitpunkt wurde sie bereits an sieben Schulen aktiv umgesetzt. Zwei weitere Volksschulen sind derzeit angemeldet, weitere acht bekundeten ihr Interesse (siehe factbox). Vorarlbergs KfV-Leiter Martin Pfanner appelliert insbesondere auch an die Eltern und ihre Vorbildfunktion: „Die Eltern sind die wichtigsten Verkehrserzieher für ihre Kinder, denn ihr Verhalten wird von den Kindern eins zu eins kopiert.“ Bevor die Schule losgeht, sollten Eltern einen sicheren Schulweg suchen, bei dem Gefahrenstellen möglichst vermieden werden können. Beispielsweise sollte dabei erklärt werden, dass eine grüne Fußgängerampel nicht ausreichend ist, sondern stets auf beide Seiten geschaut werden muss.

Schulwegpläne

Auch heuer werden in Vorarlberg wieder eine Reihe von Schulwegplänen – erarbeitet vom KfV und der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA) – an die Volksschüler übergeben. Die nächsten werden die Kinder von Meiningen und Schlins sein.

Die Eltern sind die wichtigsten Verkehrserzieher für ihre Kinder.

Martin Pfanner
Vor allem die Eltern sind am Schulanfang als Verkehrserzieher ihrer Kinder gefragt. Foto: KfV
Vor allem die Eltern sind am Schulanfang als Verkehrserzieher ihrer Kinder gefragt. Foto: KfV

Aktion Tempo 30

» Aktion Tempo 30 umgesetzt: VS Au im Bregenzerwald, VS Langen, VS Gaschurn, VS Partenen, VS Bludesch, VS Schwarzach, VS Alberschwende-Müselbach

» Angemeldete Schulen: VS Hohenweiler, VS Bersbuch

» Interessierte Schulen: VS St. Anton, VS Buch , VS Nofels, VS Lochau, VS Lustenau-Hasenfeld, VS Bregenz Fluh, VS Ludesch, VS Feldkirch