Megaprojekt vor den Toren von St. Gallenkirch

Vorarlberg / 23.09.2016 • 19:23 Uhr / 4 Minuten Lesezeit

In der Innerfratte geht es Schlag auf Schlag in Richtung Gästebettenhochburg.

St. Gallenkirch. (VN-hp) Während derzeit im Gaschurner Zentrum das Projekt Sporthotel Chalets mit 110 Luxusgästebetten im Entstehen ist, wird auch im benachbarten St. Gallenkirch intensiv an einer wahren Gästebettenexplosion gewerkelt. Das Chaletdorf in Galgenul mit 31 Ferienhäusern steht bereits. Damit nicht genug. Jetzt sorgt die Arborea Hotels & Resorts GmbH mit Sitz in Hamburg für einen weiteren kräftigen Schub: In einem Hotelkomplex und drei separaten Gebäuden sollen insgesamt 112 Zimmer, Studios und Suiten, zwei Restaurants mit Bar und Lounge, ein Wellness- bzw. Fitnessbereich, Einstellplätze sowie 46 Chalet-Appartements in die Realität umgesetzt werden. Erstmals werden dort ab der Wintersaison 2017/18 Urlauber ihre Unterkunft beziehen.

Planungen laufen

„Die Planungen befinden sich in der abschließenden Phase. Die Baueingabe wird vorbereitet“, bestätigt Arborea-Geschäftsführer Johann Kerkhofs. Wieso gerade das Montafon? „Wir sind immer auf der Suche nach Destinationen, die viel zu bieten haben. In Sachen Bergerlebnis sind wir auf das Montafon gestoßen und in St. Gallenkirch fündig geworden.“ Mit dem Grundeigentümer, der Silvretta Montafon, und der Gemeinde ist das deutsche Unternehmen bereits einig. Ein Grundstück im Ausmaß von knapp 20.000 Quadratmetern steht bereit, direkt am Ortseingang von St. Gallenkirch, vis-à-vis der SiMo-Zubringerbahnen Valisera und Grasjoch. Eine separate Zufahrt, abgehend von der
L 188, folgt noch. „Eine optimale Liegenschaft mit Blick auf die einmalige Bergkulisse“, freut sich Kerkhofs schon auf die Realisierung, mit der, wenn möglich, noch heuer gestartet wird.

Zur Philosophie, die hinter dem neuen „Arborea Montafon Resort St. Gallenkirch“ steckt, verrät der Geschäftsführer: „Wir bieten eine lässige Auszeit in der Natur – entspannt aktiv, aktiv entspannt.“ Dass dies in St. Gallenkirch gelingen kann, dafür soll nicht nur die Infrastruktur im Montafon sorgen. Auch die Ausführung der Gebäude wird dazu beitragen: Südausrichtung, riesige Panoramafenster, Holzfassade und Co. bringen die Natur näher. „Dabei ist uns Regionalität besonders wichtig“, beteuert Kerkhofs. In den zwei Restaurants werden regionale Speisen den Vortritt haben: In der Mitmachküche können Hotelgäste lernen, wie diese zubereitet werden, und in der separaten À-la-carte-Gastronomie finden Gäste wie auch Einheimische Platz.

Gemischte Nutzung

„Selbstverständlich setzen wir auch bei unserem künftigen Team auf lokale Stärken“, freut sich Kerkhofs auf eine Mannschaft aus der Region. Außerdem will das deutsche Unternehmen intensiv mit regionalen Lieferanten zusammenarbeiten. In Sachen Investitionsvolumen will sich Kerkhofs dagegen noch nicht festlegen. „Wenn alle Details vorliegen“, sagt er und nennt die Arborea St. Gallenkirch Betriebsgesellschaft mbH als Investorin.

Während der Betrieb des Hotelkomplexes in der Verantwortung der Arborea selbst liegen wird, wurde mit dem Verkauf der insgesamt 46 Chalets in der Größe zwischen knapp 30 und 100 Quadratmetern bereits begonnen; die Investitionsmodelle nennen sich „buy to let“ (Eigennutzung plus Vermietung) sowie „Ganzjahresnutzung“, die sich beide mit der vorliegenden Widmung „Baumischgebiet“ offensichtlich auch bestens vertragen.

Die Planungen befinden sich in der letzten Phase. Die Baueingabe wird vorbereitet.

Johann Kerkhofs, Arborea