Notparkplatz als erster Bauschritt für Millionenprojekt in Feldkirch

Vorarlberg / 05.10.2016 • 20:33 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Arbeiten an der Einfahrt zum Behelfsparkplatz bei der Wirtschaftskammer haben am Mittwoch begonnen.  Foto: VN/GMS
Die Arbeiten an der Einfahrt zum Behelfsparkplatz bei der Wirtschaftskammer haben am Mittwoch begonnen.  Foto: VN/GMS

Trotz Anrainerprotestes haben die Bauarbeiten am Behelfsparkplatz begonnen. 

feldkirch. (VN-gms) In Bestlage in Feldkirch, am Fuße der Schattenburg, beginnen in den kommenden Wochen die Arbeiten für das 33-Millionen-Euro-Quartier „Am Jahnplatz“ (die VN berichteten). Dann fallen über 100 Parkplätze am Rand der Innenstadt aus. Die Stadt Feldkirch hat jedoch vorgesorgt und von der Wirtschaftskammer eine Fläche etwas weiter nördlich in Richtung Bahnhof gemietet. Dort wird ein Notparkplatz errichtet, auf dem 103 Stellplätze zur Verfügung gestellt wurden. Am Mittwoch wurde mit dem Planieren der Einfahrt begonnen, vergangene Woche wurden bereits einige Bäume und Sträucher abgeholzt.

Protest in letzter Minute

Kurz vor Baubeginn formierte sich eine Anrainerinitiative, die sich gegen die „Verbauung der letzten Grünfläche“ wehren wollte. Am Dienstag, in der öffentlichen Fragestunde der Stadtvertretung, waren zwei Vertreter vor Ort und präsentierten 70 Unterschriften gegen das Vorhaben. Im Schreiben wurden mehrere Bedenken geäußert. Auch wenn der Baustart mittlerweile erfolgt ist, wurde doch auf einige Anregungen reagiert. So erklärte Stadtrat Thomas Spalt seine Bereitschaft, sich mit den Anrainern gemeinsam an einen Tisch zu setzen. Dabei sollen die Nachbarn in die Begrünung des Parkplatzes und das Beleuchtungskonzept einbezogen werden. „Natürlich geht das nur in einem gewissen Rahmen“, relativierte Spalt gegenüber den VN, „denn wir müssen hier auch Auflagen und Richtlinien erfüllen.“ 

Stefan Wolf, einer der Anrainer, zeigte sich zufrieden damit, dass nun der Parkplatz zeitlich genauer definiert worden sei. „Nach Fertigstellung der Wohnanlage Jahnplatz wird dieser wieder in den ursprünglichen Grünlandzustand zurückgebaut“, betont er und begrüßte auch, dass man nun mitreden dürfe. „Es bleibt für zukünftige Projekte zu wünschen, daß sowohl die Kommunikationsstategie vonseiten der Stadt, als auch die Berücksichtigung von berechtigten Anrainerinteressen massiv verbessert wird“, übte er aber Kritik an der Vorgangsweise der Stadt.

Parkgebühren beschlossen

Der Notparkplatz war dann auch in der Stadtvertretungssitzung ein Thema. Dort wurde der Parkplatz nämlich in die Gebührenzone 1 aufgenommen. Diesen Antrag nutze die grüne Stadträtin Marlene Thalhammer, um nochmals den Rückbau nach Fertigstellung der Tiefgarage im neuen Quartier zu betonen. „Das soll bitte im Protokoll vermerkt werden“, wollte Thalhammer auf Nummer sicher gehen. Der Bewirtschaftung stimmten dann alle Fraktionen mit Ausnahme der Feldkircher SPÖ zu.