Eine noch längere Testphase für die Führerscheinneulinge

Vorarlberg / 11.10.2016 • 22:25 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Jetzt heißt es statt zwei drei Jahre besonders vorsichtig zu sein: Die Führerscheinprobezeit wird verlängert.
Jetzt heißt es statt zwei drei Jahre besonders vorsichtig zu sein: Die Führerscheinprobezeit wird verlängert.

Die allgemeine Probezeit für Fahranfänger soll von zwei auf drei Jahre angehoben werden.

Schwarzach. „Fahranfänger machen von Haus aus mehr Fehler“, weist Brigitte Hutter von der Abteilung Verkehrsrecht in der Vorarlberger Landesregierung auf die Notwendigkeit hin, junge Verkehrsteilnehmer intensiver zu schulen. Martin Pfanner vom KfV Vorarlberg weiß aus Erfahrung, dass die meisten Unfälle junger Lenker im Jahr nach Ablauf des Probeführerscheins passieren. Pfanner rechnet damit, dass sich eine Verlängerung positiv auf die Unfallstatistik auswirken wird. Und genau das sieht eine geplante Novelle des Führerscheingesetzes vor. Derzeit sind alle neuen Führerscheine, mit Ausnahme der Klasse AM (Moped) und F (Traktor), in den ersten zwei Jahren Probeführerscheine. Die Novelle sieht vor, dass die Dauer der Probezeit künftig drei Jahre betragen soll. Bei schweren Verkehrsstrafdelikten wie Fahrerflucht, Vorrangverletzung, Überfahren des Rotlichts, Geisterfahrten oder höheren Geschwindigkeitsübertretungen wird eine Nachschulung angeordnet und die Probezeit um ein Jahr verlängert. In diesen Deliktkatalog soll die Missachtung des Handyverbots aufgenommen werden.

Neues bei Mopedausbildung

Änderungen sieht die Novelle auch bei der Mopedausbildung vor. Hier soll künftig erst zwei Monate vor dem 15. Geburtstag mit Ausbildung und Prüfung begonnen werden können. Die theoretische Ausbildung umfasst sechs Unterrichtseinheiten, die theoretische Prüfung darf nicht darin integriert sein.