500 Jahre Luther – und was ist geblieben?

02.11.2016 • 17:39 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die ökumenischen Gespräche kreisen heuer um Martin Luther.  VN
Die ökumenischen Gespräche kreisen heuer um Martin Luther. VN

Ökumenische Gespräche gehen auf Geschichte und Zukunft der Reformation ein.

Bregenz. ™ Alle reden über Luther. Das hat gute Gründe: Denn am 31. Oktober 1517 nagelte der streitbare Reformator seine 95 Thesen an die Schlosskirche zu Wittenberg. Das 500-Jahr-Jubiläum der Reformation wird entsprechend gefeiert: Dieser Tage wird etwa die neue Luther-Bibel vorgelegt – die Neuauflage bedient sich ungekünstelt der Sprache des Meisters. 70 Theologen arbeiteten fünf Jahre daran. Martin Luther selber hat 1517 unter wesentlich unbequemeren Umständen als Junker Jörg auf der Wartburg 27 Bücher in zehn Wochen ins Deutsche übersetzt.

Diesem Mann ist deshalb kaum beizukommen. Versucht wird das auf allen Ebenen. Der Kosmos-Verlag hat sogar ein aufwendig gestaltetes Brettspiel kreiert. Ab zehn Jahren kann sich jedermann durch die Wirren der Reformation würfeln.

Die Ökumenischen Gespräche Bregenz wenden sich an ein geringfügig älteres Publikum. An drei aufeinanderfolgenden Dienstagen setzen sich der Innsbrucker Universitätsprofessor Stefan Ehrenpreis, Caritas-Direktor Walter Schmolly und die Journalistin Renata Schmidtkunz mit Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Reformation auseinander. Der Eintritt ist frei. Denn alle reden über Luther. Auch in Bregenz.

Ökumenische Gespräche Bregenz 2016

„Reformieren oder resignieren?

Herausforderungen der Kirchen 500 Jahre nach Luther“

Dienstag, 8. November 2016: Univ.-Prof. Dr. Stefan Ehrenpreis, Universität Innsbruck: „Reformzeit des Denkens und der Gesellschaft – Die Reformation Martin Luthers und die katholische Reform im 16. Jahrhundert“

Dienstag, 15. November 2016: Dr. Walter Schmolly, Caritas Vorarlberg: „Die Kirche ist nur Kirche für andere – Aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen und der Beitrag der Kirchen“

Dienstag, 22. November 2016: Mag.a Renata Schmidtkunz, ORF Wien: „Evangelisch in Österreich – Zwischen Dornröschenschlaf und ecclesia semper reformanda“

» Ort: Evangelische Kreuzkirche am Ölrain, Gemeindesaal

» Beginn: 19.30 Uhr

Impulsreferate mit anschließender Diskussion

» Moderation: Thomas Matt

» Veranstalter: Katholische Kirche in Bregenz und Evangelische Pfarrgemeinde Bregenz in Kooperation mit dem Ökumenischen Bildungswerk Bregenz und den VN