18 Monate Haft für filmreifen Einbruch in ein Juweliergeschäft

Vorarlberg / 20.12.2016 • 22:45 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die Täter waren mit Brachialgewalt durch das Schaufenster in das Geschäft eingedrungen. Foto: vN
Die Täter waren mit Brachialgewalt durch das Schaufenster in das Geschäft eingedrungen. Foto: vN

Acht Jahre nach der Tat in Götzis wurde ein 29-jähriger Serbe am Landesgericht Feldkirch verurteilt.

Feldkirch. Der spektakuläre Einbruch am 27. August 2008 in das Juweliergeschäft Kopf in Götzis machte Schlagzeilen. Zwei zunächst unbekannte Täter hatten mit einem gestohlenen Auto und einem Rammbock das Schaufenster zertrümmert und anschließend Uhren sowie Schmuck im Wert von mehr als 200.000 Euro erbeutet.

Einer der beiden Täter, ebenfalls ein Serbe, war bereits vor zwei Jahren zu einer Haftstrafe verurteilt worden. Sein 29-jähriger Komplize war noch bis zum vergangenen Juli flüchtig, ehe er in Bosnien festgenommen und nach Österreich ausgeliefert wurde.

Im Drogenrausch

Beim Prozess am Dienstag in Feldkirch zeigte sich der Serbe geständig.

Als Motiv gab er neben seinem dürftigen Verdienst als Lkw-Fahrer auch seine Drogensucht an, die er mit dem Coup finanzieren wollte. Auch sein damaliger Komplize sei ins Rauschgiftmilieu abgerutscht.

Auch zum Tatzeitpunkt selbst sei er unter Drogen gestanden, behauptete der Angeklagte. Nach dem Einbruchsdiebstahl in Götzis hatte er in Serbien noch weitere Diebstähle begangen und wurde bereits mehrmals verurteilt. Zu den Strafen in Serbien fasste der 29-Jährige am Landesgericht Feldkirch eine Zusatzstrafe von 18 Monaten Freiheitsstrafe wegen schweren Diebstahls aus. Als erschwerend wurde die rücksichtslose Vorgehensweise bei der Tat gewertet, als mildernd sein umfassendes Geständnis.