Wildpark lockt auf den Ardetzenberg

Vorarlberg / 29.12.2016 • 20:12 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Barockesel wurden zur Nutztierrasse 2017 erkoren. Foto: koe
Die Barockesel wurden zur Nutztierrasse 2017 erkoren. Foto: koe

Aktuelles Wetter sorgt für Besucheransturm in Feldkirch. Verstärkung für die Waschbären.

Feldkirch. (VN-doh) Der Wildpark auf dem Feldkircher Ardetzenberg ist derzeit ein beliebtes Alternativprogramm zum fehlenden Schnee. Bei strahlendem Sonnenschein machten sich in den vergangenen Tagen Kinder und Erwachsene ein Bild der heimischen Tierwelt. Auf einer Fläche von zehn Hektar leben rund 130 Tiere. Auch Murmeltiere, Schneehasen oder Luchse sind hier zum Beispiel zu Hause. Neben dem Wildpark bietet der Erholungswald der Stadt Feldkirch auch einen Waldlehrpfad, auf dem auf über 70 Info-Tafeln allerlei Wissenswertes vermittelt wird. Geöffnet hat auch der Kiosk mitten im Wildpark. In den Weihnachtsferien können sich die Besucher täglich von 10 bis 16 Uhr stärken.

Neue Bewohner

Im Herbst haben die beiden Waschbären Bonny und Clyde ihr neues Domizil bezogen. Der neue Platz ist eine sonnige Lichtung etwa 50 Meter vom Kiosk entfernt. Den Bau möglich gemacht haben private Sponsoren. Ursprünglich war geplant, die Tiere nur vorübergehend im Wildpark unterzubringen, mittlerweile sind die Waschbären aber lieb gewonnene Bewohner für die Besucher. Und seit einigen Wochen können die Wildparkbesucher zwei weitere Waschbären beobachten. „Wir haben die beiden Tiere von einem Wildpark in der Nähe von Lienz übernommen“, erklärt Wildparkleiter Christian Ammann. Die Waschbären sind knapp ein Jahr alt und mussten von Hand aufgezogen werden, nachdem das Muttertier verendet war. Die Waschbären haben sich gut eingelebt, meint Wildparkleiter Christian Ammann. Die Besucher müssen nun aber etwas genauer hinsehen, um die Tiere zu entdecken. Der Tipp vom Wildparkleiter: Einen Blick in die Baumkrone riskieren, denn hier habe eines der Tiere seinen neuen Lieblingsplatz.

Nutztierrasse des Jahres

Stolz ist man im Wildpark auch auf die beiden Paare der sehr noblen Rasse der „Österreichisch-ungarischen weißen Esel“. Die Eselrasse wurde im 17. und 18. Jahrhundert in der k. u. k. Monarchie Österreich-Ungarn gezüchtet, weshalb man die Tiere auch als „Barockesel“ oder „Monarchie-Esel“ bezeichnet. Vor Kurzem ernannten die Organisation „Arche Austria“ und der Naturschutzbund Österreich den Barockesel zur „Nutztierrasse 2017“. Die Zahl der im Zuchtbuch eingetragenen paarungsfähigen Tiere beträgt 110 Hengste und 159 Stuten. Die Rasse ist somit hoch gefährdet. Im Wildpark hofft man deshalb, dass es bei den beiden Paaren im kommenden Jahr wieder Nachwuchs geben wird.

Die zwei neuen Waschbären sind Handaufzuchten aus Lienz und haben sich gut eingelebt. Foto: Manfred Baumann
Die zwei neuen Waschbären sind Handaufzuchten aus Lienz und haben sich gut eingelebt. Foto: Manfred Baumann