Masterplan für neuen Wolfurter Ortsteil steht

Vorarlberg / 11.01.2017 • 21:15 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Gemeinde und Firma Doppelmayr präsentieren Pläne für das 253.983 Quadratmeter große Areal.

Wolfurt. (VN-ger) In den vergangenen zwei Jahren wurden die Grundlagen erhoben, der Bestand analysiert, Szenarien entwickelt und die Bevölkerung befragt. Nun liegen die Ergebnisse vor. Kommenden Mittwoch wird die Masterplanung zur Ortsteilentwicklung Wolfurt-Rickenbach der Bevölkerung präsentiert. Aus dem Industriestandort mit über 120-jähriger Geschichte soll ein „zukunftsfähiger Wohn-,
Arbeits- und Lebensraum“ werden.

Wie mehrfach berichtet, übersiedelt der Seilbahnriese Doppelmayr schrittweise von Rickenbach in Richtung Güterbahnhof. Das neue Verwaltungsgebäude im Industriegebiet „Hohe Brücke“ ist so gut wie fertig. Bis zum Jahr 2025 soll auch das Werk 2 dorthin verlegt werden. Dadurch werden am bisherigen Firmensitz große Flächen frei. Alles in allem umfasst das Areal eine Fläche von 253.983 Quadratmetern – 96.682 davon gehören der Firma Doppelmayr, 13.926 der Gemeinde Wolfurt, 123.277 sind in privater Hand und 20.098 öffentliches Gut. 

Startschuss 2017

Der Masterplan stellt laut Bürgermeister Christian Natter die Grundlage und Orientierung für die künftigen Planungen dar. Die Umsetzung soll bis etwa 2040 in mehreren Etappen erfolgen. Die erste Etappe ist zwischen 2017 und 2025 geplant und betrifft insbesondere den Kernbereich. „Für die Planungen in den einzelnen Baufeldern sind auch Architekturwettbewerbe vorgesehen. Die Planungen im Kernbereich werden vom Gestaltungsbeirat begleitet“, erläutert Natter. Die Pläne sehen vor, dass sich der Ortskern künftig „durch qualitätsvolle Bauten mit vielfältigen Nutzungen und durch einen hochwertigen Mix an privaten und öffentlichen Räumen“ auszeichnet. Darüber hinaus soll der Rickenbach geöffnet und mit Gehwegen und Plätzen versehen werden. Historisch bedeutsame Gebäude werden so weit als möglich erhalten, betonen Gemeinde und Doppelmayr. Die Baufelder Richtung Bildsteiner Straße und entlang der L 3 sind für Wohnbauten mit unterschiedlichen Baukörpern und Wohnformen reserviert.

Bei zwei Veranstaltungen konnten auch die Bürger ihre Anliegen einbringen. Ganz oben auf der Prioritätenliste standen dabei der Erhalt des Zoos, ein Lebensmittelgeschäft, ein Café, eine Bar, die medizinische Versorgung und Sunset-Stufen am Rickenbach. Wichtig war den Teilnehmern außerdem, dass mit dem Altbestand behutsam umgegangen wird, der dörfliche Charakter und die Grünflächen erhalten bleiben und keine Wohnsilos entstehen.

Masterplan-Präsentation: Mittwoch, 18. Jänner 2017, 19 bis ca. 21.30 Uhr, Firma Doppelmayr, Halle A