Fast 4000 Feuerwehreinsätze und zwei Brandtote im Vorjahr

Vorarlberg / 13.01.2017 • 22:33 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Großeinsatz beim Vollbrand eines Stallgebäudes im November 2016 in Langen bei Bregenz. Foto: vol.at/Vlach
Großeinsatz beim Vollbrand eines Stallgebäudes im November 2016 in Langen bei Bregenz. Foto: vol.at/Vlach

Die Bilanz der Vorarlberger Feuerwehren für 2016 zeigt gegenüber 2015 eine leichte Zunahme an Einsätzen.

Feldkirch. „Die Zunahmen erfolgten sowohl bei Brand- (plus 4) als auch bei den technischen Einsätzen (plus 15). Mit 558 Gesamteinsätzen im Juni waren unsere Feuerwehren am meisten gefordert“, sagt Landesfeuerwehrinspektor Hubert Vetter. „Leider kam für zwei Menschen die Hilfe der freiwilligen Feuerwehr zu spät“, bedauert er. So kamen am 4. Februar bei einem Brand in Feldkirch und am 3. August bei einem Feuer in der Gemeinde Hohenweiler zwei Menschen ums Leben.

Großbrände

Besonders in Erinnerung geblieben sind im Jahr 2016 die Großbrände in landwirtschaftlichen Anwesen.

Gerade bei diesen Ereignissen zeigt sich, wie wichtig die Zusammenarbeit der Feuerwehren über die Gemeindegrenzen hinaus ist.

Denn nur mit einem hohen Personal- und Materialeinsatz können solche Großbrände erfolgreich bekämpft werden.

„Nicht nur Feuerwehreinsätze stehen in der Bilanz 2016. Vom zeitlichen Gesamtaufwand verursachen diese rund 20 Prozent, den überwiegenden Aufwand an Zeit investieren die Feuerwehren jedoch in Ausbildung und technische Ausrüstung, deren Wartung sowie Verwaltungsaufgaben“, so Vetter. „Die Qualität der Sicherheit erfordert ein sehr großes persönliches Engagement unserer freiwilligen Feuerwehrleute. Neben diesem Engagement helfen Land und Gemeinden mit einer guten finanziellen Ausstattung für das notwendige Werkzeug.“

Insgesamt 3911 Einsätze

In Geldwert dargestellt weisen allein die bei insgesamt 3911 Einsätzen geleisteten Stunden – somit reine Personalkosten – einen Wert von 2,6 Millionen Euro aus.

Die Statistik im Detail

Brandeinsätze

Die Gesamtsumme von 1771 (1767) Brandeinsätzen ergibt sich aus
den 852 (923) tatsächlichen Bränden
» 282 (260) Fehlalarmen von Brandmeldeanlagen (das sind Alarme aufgrund technischer Probleme von Brandmeldeanlagen)

» 579 (539) Täuschungsalarmen (das sind Alarme, bei denen die Brandmeldeanlagen infolge anderer Einwirkungen als Brandrauch ausgelöst haben)

» 29 (19) böswillige Alarme (das sind Alarmierungen, die infolge einer missbräuchlichen Verwendung des Notrufes ausgelöst wurden)

» 29 (26) Fehlalarme (das sind Alarmierungen, bei denen sich die Notrufmeldung im Nachhinein als Fehlalarmierung herausgestellt hat)

» Die Summe all dieser Fehlalarme bedeutet 2,4 Mal Fehlalarm pro Tag.

» Die Monate August (173) und Dezember (194) waren dabei die stärksten Monate bei den Brandeinsätzen

Technische Einsätze

2470 (2455) Technische Einsätze im Jahr 2016 bedeuten ein Plus von 15 technischen Einsätzen. Die Zunahme ist auf vermehrte Pumparbeiten sowie Straßen- und Kanalreinigungsarbeiten zurückzuführen. Der Monat Juni mit 451 Einsätzen war dabei eindeutig der stärkste Einsatzmonat.

(in Klammer Vergleichszahlen 2015)