Seltener Rotmilan vom Himmel geschossen

Vorarlberg / 24.01.2017 • 22:09 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Der Greifvogel Rotmilan gilt als stark gefährdet, steht seit Jahrzehnten unter Naturschutz und auf der österreichischen Roten Liste. Foto: AP
Der Greifvogel Rotmilan gilt als stark gefährdet, steht seit Jahrzehnten unter Naturschutz und auf der österreichischen Roten Liste. Foto: AP

Lustenau. Ein unbekannter Schütze hat am Sonntag im Natura-2000-Gebiet am Koblacher Kanal in Lustenau einen Rotmilan angeschossen. Der schwer verletzte, unter Naturschutz stehende Greifvogel wurde am Nachmittag gefunden und zu einer Tierärztin gebracht. Diese musste den Vogel einschläfern. Die Polizei ermittelt wegen Tierquälerei und bittet um Hinweise. Von dem Schützen, bei dem es sich um einen Jäger handeln könnte, fehlt noch jede Spur. Der Kadaver des Greifvogels wird nun in Innsbruck obduziert.

Der in Vorarlberg hauptsächlich im Rheintal, Walgau und im vorderen Bregenzerwald verbreitete Greifvogel steht seit den 1980er-Jahren unter Naturschutz. Er gilt als stark gefährdet und steht damit auf der österreichischen Roten Liste.

„Wir haben in Vorarlberg das große Glück, dass der Rote Milan seit einigen Jahren wieder bei uns brütet. Er kommt überhaupt weltweit nur mehr in Westeuropa vor. Daher haben wir die große Verantwortung, diesen wunderbaren Vogel zu schützen. Einen Abschuss aus welchen Gründen auch immer verurteile ich aufs Schärfste,“ betont Vorarlbergs Umweltlandesrat Johannes Rauch.